Die 1000plus-Petition

Die Wahl Ist Vorbei – Was Jetzt?

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 1000plus

Liebe Freunde und Unterstützer von 1000plus,

Erleichterung war die vorherrschende Gefühlsregung, die sich bei mir einstellte, als am vergangenen Sonntag die ersten Prognosen über die Bildschirme flimmerten. Mit dem Scheitern von „Rot-Grün-Rot“ ist die größtmögliche Katastrophe für Frauen und Familien im Schwangerschaftskonflikt und für die ungeborenen Kinder in Deutschland erstmal ausgeblieben.

Drei Tage nach der Wahl macht sich vor allem anderen Ernüchterung breit. Wir müssen zur Kenntnis nehmen, dass mit SPD, Grünen und FDP nur solche Parteien einen Stimmenzuwachs verzeichnen konnten, die sich – in unterschiedlichem Ausmaß – für eine „Liberalisierung“ in Sachen Abtreibung einsetzen.

Die tödliche Schweigespirale

Und wieder ist ein Wahlkampf zu Ende gegangen, bei dem die jährlich rund 100.000 Abtreibungen in Deutschland praktisch keine Rolle spielten. Ich kann und will es einfach nicht begreifen!

Wie kann man in einem Wahlkampf über soziale Gerechtigkeit in Deutschland sprechen, ohne ein Wort über die vielen hunderttausend Frauen im Schwangerschaftskonflikt zu verlieren, die in der letzten Legislaturperiode so allein und so verzweifelt waren, dass sie keine andere Wahl für sich sahen als eine Abtreibung?

Wie können Politiker vom Klimawandel und der Sorge für die künftigen Generationen sprechen, wenn sie gleichzeitig zusehen, wie 100.000 ungeborenen Kindern, deren Herzen schon geschlagen haben, Jahr für Jahr das Weiterleben versagt wird?

Wie kann man über den demographischen Wandel und die Folgen für unser Rentensystem oder über den Mangel an Fachkräften sprechen, ohne zu erwähnen, dass diese Probleme gar nicht existierten, wenn in den vergangenen Jahrzehnten nicht Millionen Kinder in unserem Land abgetrieben worden wären?

Diese Schizophrenie ist mit gesundem Menschenverstand nicht zu erklären, und ich will es erst gar nicht versuchen. Es ist und bleibt im letzten ein Geheimnis – es geht um das, was man Mysterium iniquitatis nennt.

Das Phänomen Massenabtreibung

Meiner Ansicht nach haben wir es bei dem Phänomen der Massenabtreibung mit dem größten und zentralsten Problem unserer Zeit zu tun. Und bei offiziell (!) über 6 Millionen Abtreibungen in den vergangen fünf Jahrzehnten – allein in Deutschland! – muss von Massenabtreibung gesprochen werden.

Klar ist: Solange dieses Problem totgeschwiegen wird, solange werden auch Schwangere in Not und ihre Familien im Stich gelassen und solange wird auch die Politik tatenlos dabei zusehen, wie unzählige ungeborene Kinder ihr Leben verlieren werden.

Die 1000plus-Petition „KEINE Abtreibung bis zur Geburt“ hat auch das Ziel, diese tödliche Schweigespirale zu durchbrechen.

Ampel oder Jamaika?

Nun stehen „Sondierungsgespräche“ und Koalitionsverhandlungen an. Sollte die Mehrheit der politischen Beobachter und Kommentatoren Recht behalten, geht es wohl um die Entscheidung zwischen einer Koalition aus SPD, Grünen und FDP oder aus CDU/CSU, Grünen und FDP.

Vergleicht man das konkrete politische Agieren von SPD und CDU/CSU in den vergangenen Jahren, wird es in Sachen Abtreibung einen fundamentalen Unterschied machen, ob wir es mit einer SPD- oder einer CDU/CSU-geführten Regierung zu tun bekommen.

Und auch für die ganz konkrete Beratung und Hilfe für Schwangere in Not, die Pro Femina dank IHRER UNTERSTÜTZUNG Tag für Tag leistet, wird es einen eklatanten Unterschied zwischen „Ampel“ und „Jamaika“ geben.

Wir haben nicht vergessen, dass ein Landesparteitag der Berliner SPD einstimmig beschlossen hat, unser dortiges Beratungszentrum zu verbieten und zwangszuschließen.Und wir haben nicht vergessen, dass sich Teile der SPD die Sprache jener linksextremer Gewalttäter zu eigen gemacht haben, die auf zwei unserer Beratungszentren Sabotage-Anschläge verübt haben.

100.000 Geborene für 100.000 ungeborene Kinder

Vor diesem Hintergrund haben wir entschieden, die 1000plus-Petition „KEINE Abtreibung bis zur Geburt“ bis zum Abschluss der Koalitionsverhandlungen fortzuführen und noch einmal alles zu versuchen, um die Streichung der §§ 218 und 219 StGB zu verhindern.

Lassen Sie uns gemeinsam noch einmal alles dafür tun, damit die Leben von über 100.000 Schwangeren in Not und ihrer ungeborenen Kinder nicht zur „Verhandlungsmasse“ in den bevorstehenden Koalitionsverhandlungen werden.

Lassen Sie uns gemeinsam noch einmal alles dafür tun, um 100.000 Menschen zu finden, die diese Petition unterzeichnen und damit für die Schwächsten inmitten unserer Gesellschaft einstehen.

Diese E-Mail geht heute an über 37.000 Empfänger. Stellen Sie sich vor, wenn es einem jeden von uns gelänge, zwei neue Unterzeichner dieser Petition zu finden! Dann wären wir 100.000 Stimmen, die sich gegen das schreiende Unrecht der Abtreibung erheben!

Wäre das nicht ein machtvolles Zeichen gegen die tödliche Schweigespirale und eindrückliches Zeichen für ein Ja zum Leben, das keine Bedingungen kennt?

Ich danke Ihnen von ganzem Herzen für alles, was Sie schon bis jetzt für Schwangere in Not und diese Kleinen getan haben, die uns so unendlich am Herzen liegen!

Mit herzlichen Grüßen

Ihr

Kristijan Aufiero

KJA

Petition "Keine Abtreibung bis zur Geburt"

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