Was eine Lourdes-Grotte in Wien mit 1000plus zu tun hat

Ein Traum wird wahr

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Gläubige vor der Lourdesgrotte in Wien
Gläubige vor der Lourdesgrotte in Wien
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St. Rochus

Pater Philipp hat seinen Traum wahr gemacht: Im Innenhof der Wiener Rochuskirche hat er eine Lourdesgrotte nachgebaut – mit einer Marienstatue im Zentrum.

(1000plus-News) Als Pater Philipp Karasch den Innenhof der Wiener Rochuskirche betritt, hat er einen Traum. Vor seinem geistigen Auge sieht er, wie aus dem kleinen Rosengarten der Wiener Oratorianer ein Refugium für die Gläubigen wird – und im Mittelpunkt: die Gottesmutter. „Vor meinem geistigen Auge habe ich dann schon eine Marienstatue gesehen, mit Kerzen darum, wie an einem Wallfahrtsort“, sagt Pater Philipp. Dann könnte man den Innenhof öffnen, ihn zugänglich machen für alle, die hier das Gebet suchen – und ein bisschen Ruhe vor dem Krach der Landstraßer Hauptstraße, die direkt vor der Kirche vorbeilärmt.

Pater Philipp träumt nicht bloß, er handelt. Jahrelang lässt ihn der Gedanke nicht los. „Ich habe dann jedem davon erzählt“, sagt er, „ob er es hören wollte oder nicht.“ Eine Lourdesgrotte soll es sein – mit Maria im weißen Gewand und in der Hand einen Rosenkranz. 

Pater Philipp Karasch
Pater Philipp Karasch
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St. Rochus

Aber ganz so einfach ist es dann doch nicht. Pater Philipp spricht über sein Anliegen, wirbt unermüdlich dafür und stellt es in den Gremien der Kirche vor. „Ich weiß gar nicht, ob ich am Anfang überhaupt ernstgenommen worden bin“, sagt er. Aber der Erfolg gibt ihm Recht. Über 30.000 Euro wurden schon für die Lourdesgrotte gespendet. Und die sind auch nötig. Denn die Bauarbeiten sind kostspieliger als gedacht. Eine verglaste Eisentür will vor den Innenhof gebaut werden – und Pater Philipp weiß genau, wie die Grotte aussehen soll. Das erfordert viel Recherche, am Ende wird er die Elemente von allen Enden der Erde zusammensuchen müssen. 

Gläubige vor der Lourdesgrotte in Wien
Gläubige vor der Lourdesgrotte in Wien
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St. Rochus

Die Marienstatue kommt aus Spanien. „Sie sollte aus Kunststein sein. Und das können sie dort am besten.“ Die Grotte selbst stammt aus Rumänien – und die Figur der Bernadette aus den USA. Warum diese Auswahl? „Die Bernadette sollte eine Kerze in der Hand halten. Das wird so nur in Amerika hergestellt.“ Denn die Kerzen sind wichtig. Bald wird es einen Münzautomaten geben: Wirft man Geld hinein, beginnt die ganze Grotte zu leuchten: der Wasserfall und Teich – und auch die Kerze in Bernadettes Hand. Ist das mehr als ein frommes Schauspiel? Sicher, denn mit den Spenden hat Pater Philipp den Bau finanziert. Und noch aus einem weiteren Grund: Jetzt wo die Grotte steht, soll das Geld einem anderen Zweck zu Gute kommen. „Die Spenden werden ab jetzt gänzlich 1000plus zufließen“, sagt Pater Philipp, der das Projekt schon lange unterstützt. „Ich finde die Hilfe von 1000plus wahnsinnig wichtig.“ 

Helfen auch Sie Schwangeren in Not – mit Ihrer Spende

Schon jetzt geht es in Wien mit einer gewissen Leichtigkeit beim Spendensammeln zu: „Die Kinder sind meine Verbündeten“, sagt Pater Philipp. „Sie sollen ihren Eltern das Geld aus der Tasche ziehen – für den guten Zweck natürlich.“ Wenn ein Kind im Gottesdienst unruhig wird, gibt es schon Eltern, die sagen: „Geh doch rüber zur Muttergottes und wirf eine Münze hinein.“ Pater Philipp ist froh, dass alles so gut funktioniert hat. Am Sonntag, den 11. Februar 2018 ist die Grotte eröffnet worden – dem 160. Jahrestag von Lourdes. Dass alles so glatt lief schreibt Pater Philipp auch dem Segen Gottes zu – und den Helfern, die das Projekt unterstützt haben. „Sie wurden mir vom Himmel geschickt“, sagt der Oratorianer – und meint zum Beispiel einen Arbeiter, der sich ganz unvorhergesehen bei ihm gemeldet hat. Er verbringt Nächte und Wochenende im Innenhof, betoniert und schweißt – und sagt dann immer wieder nur „Alles für den Herrgott und die Madonna“. 

Es wirkt ein wenig so, als ob die Gläubigen von St. Rochus nur auf „ihre“ Lourdesgrotte gewartet hätten. Pater Philipps Traum ist wahr geworden – und er darf ihn weiter träumen. Denn ab sofort sorgt sein Traum noch für ein weiteres: Tausende Schwangere bekommen Hilfe, die sonst alleine wären. Dafür lohnt es sich, zu träumen. 

Weitere Informationen über die Pfarre St. Rochus gibt es hier

(Bildquelle: St. Rochus Wien)

 

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