HILFE statt Abtreibung: Jetzt erst recht!

1000plus in der Krise

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1000plus-Schutzmasken: Angesichts unserer Internet-basierten Beratung nicht notwendig.
1000plus-Schutzmasken: Angesichts unserer Internet-basierten Beratung nicht notwendig.
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Shutterstock.com / Montage: 1000plus

Auch an 1000plus geht die Corona-Krise nicht spurlos vorüber. Ganz konkret rechnen wir in den kommenden Monaten mit einem spürbaren Spendeneinbruch. Klar ist aber auch: Technisch ist unsere Beratung bestens aufgestellt, um Schwangeren in Not gerade in diesen Tagen beste Information, Beratung und Hilfe zur Verfügung zu stellen. Und trotz steigender Beratungszahlen gilt unser Versprechen: Wir lassen keine einzige dieser Frauen im Stich! 

von Kristijan Aufiero

Das Wichtigste vorab: Ich hoffe, wünsche mir und bete täglich dafür, dass alle Menschen, die mit 1000plus verbunden sind und alle, die ihnen lieb und teuer sind, inmitten dieser furchtbaren Krise wohlauf und gesund sind!

Ich weiß, was es unseren Spendern, Unterstützern und Freunden bedeutet und ich weiß, wie sehr diese darauf vertrauen, dass 1000plus Frauen hilft, sich für ihre ungeborenen Kinder zu entscheiden. Deswegen habe ich diese Zeilen geschrieben.

 

Die Chance in dieser Krise

Wir blicken in dieser Stunde auf eine Welt, die in ihren Grundfesten erschüttert wird. Da uns die täglichen Nachrichten und Bilder durch Mark und Bein gehen. Tage, in denen vieles, was uns gestern noch als sicher galt, ins Wanken geraten ist. Und manches, was uns vor wenigen Wochen noch unvorstellbar schien, ist plötzlich Realität. Unsere sorgenvollen Blicke richten sich auf eine Zukunft, die so ungewiss erscheint wie nie zuvor. Wir ahnen, dass nach dieser Krise vieles nie wieder so sein wird wie zuvor. Dass möglicherweise kein Stein auf dem anderen bleiben wird.

Aber: Ist es nicht auch eine Zeit, die uns an das Wesentliche in unserem Leben erinnert? Uns ins Gedächtnis ruft, was wirklich von Bedeutung ist? Ein Moment, der uns zu unterscheiden hilft, was in unserem Leben flüchtig ist und was auf Dauer Bestand haben wird? Worauf und auf wen wir uns tatsächlich verlassen können? Zeigen uns diese Tage nicht auch, wessen Nähe wertvoll für uns ist und welche Menschen uns wirklich alles bedeuten? Und machen uns unsere größten Sorgen nicht auch deutlich, wem unsere ganze Liebe gehört?

Ist es nicht auch ein Augenblick, in dem wir zutiefst fühlen und erfahren dürfen, dass wir und alle, die uns so sehr am Herzen liegen, allein bei Gott wirklich sicher und geborgen sind? Dass er allein unser Fundament und unsere ganze Hoffnung ist?

Ganz in diesem Sinne bin ich davon überzeugt, dass dieser ungeheuren Krise doch auch eine große, ja bedeutende Chance für jeden von uns innewohnt.

 

Hilfe statt Abtreibung – jetzt erst recht!

Ich möchte allen unseren Freunden in dieser Zeit der Ungewissheiten und der Veränderung versichern, dass 1000plus genau das tut, was unsere Unterstützer jetzt von uns zu Recht erwarten: Wir halten die Stellung und sorgen mit aller Kraft dafür, dass weiterhin alle Frauen, die sich an uns wenden, lebensrettende Informationen, Beratung und Hilfe erhalten.

28 Mitarbeiterinnen in der Beratung arbeiten seit Mitte März von zuhause aus. 6 Beraterinnen sorgen in unseren Beratungszentren dafür, dass unsere 0800-Telefon-Hotline weiterhin „versorgt“ wird.

In diesen Tagen erweist es sich als eine Fügung des Himmels, dass wir seit vielen Jahren gewohnt sind, dezentral zu arbeiten. Hinzu kommt, dass die Pro Femina-Beratung von Anfang an Internet-basiert war und bis heute ist: 99 Prozent aller Frauen erreichen uns über profemina.org.

Deshalb verfügen wir vermutlich als einzige Organisation in diesem Bereich über ein erprobtes und bewährtes Konzept für die schriftliche Schwangerschaftskonfliktberatung.

Welch ein Segen, dass wir in diesem Augenblick all den Frauen, die gerade das Haus kaum mehr verlassen können, auf genau den Kommunikationskanälen zur Seite stehen, die derzeit noch uneingeschränkt zur Verfügung stehen: Dem Telefon und dem Internet!

Kristijan Aufiero Corona

Projektleiter Kristijan Aufiero wendet sich angesichts der Corona-Krise an alle Spender, Unterstützer und Freunde von 1000plus. I Foto: 1000plus

 

Was uns große Sorgen bereitet

Es ist nicht nur so, dass unsere Beratung derzeit noch ohne Einschränkungen weitergeht. Die aktuelle Krise trifft uns in einem Augenblick, da sich mehr Schwangere in Not an Pro Femina wenden als jemals zuvor. Im Januar haben wir 1.952 Frauen beraten! Im Februar waren es 1.421, im März ebenfalls knapp 1.500 Frauen.

Unsere größte Sorge gilt im Augenblick der weiteren Spendenentwicklung. Aufgrund der gestrichenen Gottesdienste werden voraussichtlich über 50 Babyflaschen-Aktionen ausfallen. Gleichzeitig liegt auf der Hand, dass viele unserer Unterstützer selbst von finanziellen Engpässen betroffen sind. Wir gehen davon aus, dass unsere laufenden Spendeneinnahmen in den kommenden Monaten um die Hälfte einbrechen werden.

Vor diesem Hintergrund hat der Vorstand von Pro Femina e.V. einen sofortigen Einstellungsstopp beschlossen. Auch wenn wir alles versuchen werden, um betriebsbedingte Kündigungen zu vermeiden, haben wir zugleich entschieden, bis auf weiteres keine auslaufenden, befristeten Arbeitsverträge mehr zu verlängern. Von dieser Maßnahme werden in den kommenden Monaten 5 von derzeit 34 Beraterinnen betroffen sein.

In dieser Situation liegt es mir sehr am Herzen, dass unsere Unterstützer über all unsere Überlegungen, Entscheidungen und Maßnahmen informiert bleiben. Über den weiteren Fortgang in unserer Beratung und alle weiteren Entwicklungen werden wir laufend und aktuell über unsere Internetseite www.1000plus.net informieren.

 

Worauf Sie sich verlassen können

Nun möchte ich alle unsere Spender, Unterstützer und Freunde inständig um ihr Gebet für all die Frauen bitten, die sich im Moment an uns wenden. Am vergangenen Freitag hat mir die Leiterin unseres Beratungszentrums in Heidelberg, Cornelia Lassay, ausführlich von den dramatischen Auswirkungen der aktuellen Situation auf „unsere“ Frauen im Schwangerschaftskonflikt berichtet.

Sie sagte wörtlich, dass es derzeit „keinen einzigen Beratungsfall gibt, bei dem es nicht auch um Corona“ geht. Viele Frauen haben furchtbare Angst und weinen am Telefon. Sie haben Angst um die eigene Gesundheit, Angst um die eigenen Eltern, Angst vor der Zukunft und, so paradox das in einem Schwangerschaftskonflikt klingen mag: Angst um das Wohl der Babys, die sie unter ihren Herzen tragen und im Innersten längst lieb haben.

Wir werden diese schwangeren Frauen nicht allein lassen. Bitte verlassen Sie sich darauf.

1000plus-News möchte auf die Not ungewollt schwangerer Frauen aufmerksam machen. Unterstützen Sie die Arbeit der 1000plus-Beraterinnen mit Ihrer Spende.

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