Besuch im Münchner Beratungszentrum

Bischof Renz: "1000plus ist ein Lieblingsprojekt des lieben Gottes"

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Thomas Maria Renz
Weihbischof Thomas Maria Renz im Kreis der 1000plus-Mitarbeiter
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1000plus

Weihbischof Thomas Maria Renz zu Gast bei Freunden

Unter Freunden ist es ganz selbstverständlich: Man besucht sich. Und so konnte sich das 1000plus-Team im Münchner Beratungszentrum in dieser Woche über den Besuch eines der treuesten Freunde des Projekts freuen: Weihbischof Thomas Maria Renz aus dem Bistum Rottenburg-Stuttgart. Seit Jahren unterstützt Renz die Arbeit für Schwangere in Not. Er spricht auf 1000plus-Tagen und Kongressen, macht in den Medien auf das Thema Frauen im Schwangerschaftskonflikt aufmerksam, er steht mit Rat und Tat zur Seite – vor allem aber zeichnet ihn eines aus: Thomas Maria Renz hört zu. Da ist eine große Neugier bei seinem Besuch in München zu spüren, ein ganz ehrliches und tiefes Interesse an der Not so vieler Frauen in Deutschland. Denn Renz muss sich bereit machen für den Alltag. Gerade noch konnte er im Urlaub Kraft tanken, jetzt geht seine tägliche Arbeit wieder los. Aber davor noch eines: ein Tag mit 1000plus. 

Renz kommt an im Münchner Beratungszentrum und sieht, wie sehr doch das Projekt gewachsen ist, wie es gut dasteht und gedeiht. Denn auch die Not ist groß, es gibt viel zu tun.  So viele Frauen wissen jeden Tag nicht, wie sie es schaffen sollen mit dem Kind unter ihrem Herzen. 1000plus hilft,  für jede Frau eine Lösung zu finden – mit Kind. Über 10.000 Frauen werden sich am Jahresende wohl an die Beratung gewandt haben. Wie geht das? Auch das will Thomas Maria Renz wissen. 

 

1000plus-Projektleiter Kristijan Aufiero und Weihbischof Thomas Maria Renz

1000plus-Projektleiter Kristijan Aufiero und Weihbischof Thomas Maria Renz | Foto: 1000plus

Ein erster Gang durch die Büroräume. Viele neue Gesichter begrüßen den Bischof und brennen für ihre tägliche Arbeit. Was passiert gerade ganz konkret bei 1000plus? Das zeigt der Nachmittag. Denn alle Abteilungen haben sich versammelt, um Renz einen Rundumblick zu gewähren: Wo steht 1000plus? Den Anfang macht die Beratung: das Herz und die Seele des Projekts. Die Beraterinnen lassen den Bischof teilhaben an ihrer täglichen Arbeit, an den Hochs und Tiefs, an der Freude und den Tränen. Da gibt es die Geschichte eines Paares, das von 1000plus schon seit Wochen begleitet wird. Finanziell ist es ganz eng; viel Zuversicht ist da in den jungen Leuten – aber auch beinahe so viel Angst. Da hilft es, wenn die Beraterin immer ein offenes Ohr hat – und auch mal die Schwangere zur Apotheke begleitet. Die merkt dann wie von selbst: Ich bin gewollt, mein Kind ist es auch. Ich will optimistisch in die Zukunft schauen – und zwar mit Kind. 

„1000plus kommt mir manchmal vor wie ein Lieblingsprojekt des lieben Gottes. Denn er ist ein Freund des Lebens“

Aber es gibt auch die anderen Geschichten. Solche, die den Raum zu Tränen rühren. Geschichten von Frauen, die mit ihrer ganzen Seele für ihr Kind sind – und doch nachgeben, wenn das Umfeld schimpft und droht und sagt: Du darfst es nicht bekommen. Harter Tobak ist das. Und die Erkenntnis folgt, wie wichtig es ist, noch mehr Frauen zu erreichen und sie zu ermutigen, ihrem Herzen zu folgen. 

1000plus ist jeden Tag unterwegs auf diesem Weg. Das zeigt der Einblick in die weitere Arbeit. Neue Werkzeuge werden entwickelt, mit deren Hilfe sich Schwangere in Not noch einfacher an die Beratung wenden können. Die 1000plus-Unterstützer sind gerade dabei, den Aufbau eines Beratungszentrums in Berlin zu ermöglichen – und mit Hilfe der neuen 1000plus-Homepage werden so viele Interessenten erreicht wie noch nie. 

Irgendwie steht es ja schon unter einem besonderen Segen, das Projekt 1000plus. Das ist dann auch das Fazit von Weihbischof Renz. Lange Zeit hat er zugehört, hat durch seine Fragen gezeigt, dass er versteht, was da vor sich geht. Jetzt wendet er sich in seinem Schlusswort an alle Mitarbeiter. Er hat den Aufbau hautnah miterlebt, hat gesehen, wie jedes Jahr mehr Frauen sich in ihrer Not an die Beratung von 1000plus wenden. Die damals utopischen 1000 Frauen im Jahr werden ja heute schon in einem Monat beraten. Wie kann das sein? 

Natürlich, da ist viel gute Arbeit, viel Einsatz und viel Idealismus, viel Fleiß und vieler Hände Einsatz. Aber ganz so profan will Renz das Wachstum von 1000plus nicht erklären. „Ich bin mir sicher, 1000plus steht unter dem Segen Gottes“, sagt er „1000plus kommt mir manchmal vor wie ein Lieblingsprojekt des lieben Gottes. Denn er ist ein Freund des Lebens“. Das schmeichelt, gibt Mut und Zuversicht – und lässt die Mitarbeiter so optimistisch in die Zukunft schauen. Der Besuch von Thomas Maria Renz gibt Kraft für die Wendungen des Alltags: Für 1000plus, für ihn selbst, für alle, die dabei waren. Denn so ist es üblich unter Freunden. 

 

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