Mutter Teresa und der Weg der Nächstenliebe – Lebenslinien (1)

Der Gott der kleinen Dinge

  • Stern
  • Stern
  • Stern
  • Stern
  • Stern
(1)
Mutter Teresa zeigt, wie Nächstenliebe konkret gelebt werden kann.
Mutter Teresa zeigt, wie Nächstenliebe konkret gelebt werden kann.
 | Foto:

Manfredo Ferrari [CC BY-SA 4.0  (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0)], from Wikimedia Commons

Was haben große Glaubenszeugen mit Frauen zu tun, die sich heldenhaft  für ihr Kind entscheiden? Wir zeigen es mit den 1000plus-Lebenslinien. 

Kann man ein Leben mit einem Schlagwort beschreiben? Wenn man Mutter Teresa von Kalkutta in den Augenschein nimmt, so scheint das einfach zu sein. Nächstenliebe wäre das Motto ihrer Biografie. Kann man nicht von ihr lernen, wie das gelingen kann: ein Leben in Nächstenliebe? Nachahmen, was sie getan hat? Oder ist ihr Vorbild nicht mehr einschüchternd? Wie soll ich das denn schaffen, so aufopfernd zu sein – und ständig da für die Anderen? 

Vielleicht ist es so: Jede Reise besteht aus unzähligen Schritten. Wer da die Strecke als Ganzes betrachtet, kann schon einmal ins Zweifeln kommen. Wer aber den Blick auf die Füße wirft und einen Schritt nach dem anderen setzt, ist mit dieser Einstellung schon halb angekommen. Ist nicht auch die Nächstenliebe so eine Reise – eine Reise, Gott immer näher zu kommen und ihm immer ähnlicher zu werden?

Mutter Teresa hat einmal formuliert:

„Es gibt so viele kleine Dinge, die so klein sind, dass sie von vielen Menschen einfach übersehen werden.“

Was meint sie damit?

„Vielleicht lebt in der Wohnung nebenan ein Blinder, der sich freuen würde, wenn du ihn besuchst? Vielleicht gibt es da eine Familie, die etwas braucht, was in deinen Augen ganz und gar unwichtig ist, etwas ganz Simples: für eine halbe Stunde auf das Kind aufpassen.“

Ist es wirklich schon so einfach?

Sind es wirklich diese kleinen Dinge, in denen sich unsere Liebe zeigt? Die Erfahrung mit Frauen im Schwangerschaftskonflikt lehrt: Ja, diese Dinge sind es, die den Unterschied machen. Wie oft melden sich Frauen bei 1000plus, die ein JA zu ihrem Kind eigentlich schon von Anfang an in ihrem Herzen getragen haben. Aber warum hat der Frauenarzt denn dann so schief geguckt, als er die Schwangerschaft bestätigt hat? Warum hat meine Freundin nur so hämisch gefragt, ob es nicht jetzt genug sei mit zwei Kindern? Alles Kleinigkeiten, denkt man. Aber Kleinigkeiten können so wie die Schneeflocke sein, die später zur Lawine wird – und unter der ein liebevolles JA begraben wird. 

Unsere Erfahrung lehrt es: Frauen im Schwangerschaftskonflikt erleben diese Kleinigkeiten der Geringschätzung in ihrem Alltag. Sie erleben aber auch manche Kleinigkeit der Liebe. Sie erleben, wie ein Lächeln, eine liebe Geste oder eine Aufmerksamkeit diesen Unterschied machen können. Und das wusste auch Mutter Teresa.

Dieser Text ist der Auftakt unserer Reihe Lebenslinien. Was können wir vom Leben bekannter Christen lernen? Und was hat das alles mit Frauen zu tun, die sich in den schwersten Situationen für ihr Kind entschieden haben? Antworten auf diese Fragen gibt es in den 1000plus-Lebenslinien, in der in unregelmäßigem Abstand große Heilige und Glaubenszeugen vorgestellt werden. 

Wollen Sie auch für Schwangere in Not beten? Hier können Sie sich anmelden

Kommentare

Möchten Sie einen Kommentar abgeben? Anmelden

Das könnte Sie auch interessieren