Abtreiben fürs Klima?

Der Klimawandel und der 1000plus-Muttertag

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Mütter: Für uns keine Klimasünderinnen, sondern Königinnen!
Mütter: Für uns keine Klimasünderinnen, sondern Königinnen!
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Shutterstock / 1000plus

Einerseits eine Verabsolutierung des Umweltgedankens, andererseits Versuche, die Beratung und Hilfe von 1000plus aus ideologischen oder wirtschaftlichen Gründen zu behindern: Projektleiter Kristijan Aufiero kann sich in seinem neuen Schreiben an unsere Unterstützer kein größeres Kontrastprogramm dazu vorstellen als den zurückliegenden 1000plus-Muttertag.

Liebe Freunde von 1000plus,

zunächst möchte ich Sie dafür um Entschuldigung bitten, dass Sie so lange nichts von 1000plus und von mir gehört haben. Es sind gesellschaftliche Umwälzungen und zur selben Zeit Angriffe auf unsere Beratung im Gange, die unser Projekt herausfordern und viele Kräfte binden.

„Eltern sind die schlimmsten Klima-Sünder“

Unfassbares liest man in diesen Tagen und hält den Atem an: Wissenschaftliche Studien vergleichen den CO2-Ausstoß von Fernreisen, Hybrid-Fahrzeugen und Energiesparlampen mit dem von Babys und kommen zu erstaunlichen Schlussfolgerungen: „20 BMW schädigen das Klima weniger als ein Baby“1 und „Eltern sind die schlimmsten Klima-Sünder“2.

Während hierzulande die Zeitungen davon berichten, dass sich Frauen wegen des Klimawandels sterilisieren lassen3, denken schon 38 Prozent der 18 bis 29-Jährigen laut jüngsten Umfragen in den USA4 darüber nach, aus Gründen des Klimaschutzes auf Kinder zu verzichten. Man möchte sich nicht ausmalen, was geschieht, wenn es trotz einer solchen Einstellung zu ungeplanten Schwangerschaften kommt.

Ob sich jene, die den Menschen vor allem als umweltschädliches Übel begreifen und beschreiben, darüber Rechenschaft geben, was das Gesagte und Geschriebene bei anderen auslösen kann? Fragen sich solche Meinungsmacher, welche Gefühle sie bei einer jungen, umweltbewussten, schwangeren Frau auslösen oder was solche Darstellungen für eine kinderreiche Familie bedeuten könnten?

Abtreiben fürs Klima?

Bei 1000plus werden wir mit solchen Konsequenzen konkret konfrontiert: Vor wenigen Wochen haben wir die erste Frau beraten, die sich im Schwangerschaftskonflikt befindet, weil ihr „Engagement für Fridays for Future mit dem Baby schwieriger wird“ und weil „Kinder in die Welt zu setzen ganz schlimm fürs Klima ist“. Ganz ehrlich: Ich hätte die Anfrage für einen schlechten Scherz gehalten, wenn wir diese Frau nicht über einen längeren Zeitraum intensiv beraten hätten.

Während wir es auf der einen Seite mit einer Verabsolutierung des Umweltgedankens zu tun haben, die lebensfeindliche und menschenverachtende Züge aufweist, mehren sich die gezielten Versuche, unsere Beratung und Hilfe für Schwangere zu behindern. Aus ideologischen und aus ganz banalen wirtschaftlichen Motiven versucht man, Schwangeren in Not den Zugang zu unserer Beratung und Hilfe zu erschweren und sogar zu unterbinden.

Ich werde Ihnen in den kommenden Tagen ausführlich davon berichten, wer sich daran stört, dass wir Schwangeren helfen, sich für ihre Kinder zu entscheiden. Und ich werde Ihnen schreiben, was diese Leute alles unternehmen, um Frauen zu bevormunden und ihnen die Freiheit zu nehmen, sich für die Beratung ihrer Wahl zu entscheiden.

In dieser Situation kann ich mir kein größeres Kontrastprogramm vorstellen als den soeben abgeschlossenen 1000plus-Muttertag, von dem ich Ihnen heute gerne abschließend berichten möchte. 

„Zum ersten Mal im Leben hat mir jemand zum Muttertag gratuliert!“

In einer bundesweit einzigartigen Aktion haben Sie eine Kampagne der Wertschätzung und der Nächstenliebe für Schwangere und frisch gebackene Mamis ermöglicht, die ihresgleichen sucht: Sie haben 84.383,86 Euro für Kinderbetten, Babyschlafsäcke, Krabbeldecken und vieles, vieles mehr gespendet! Sie haben mit Ihren Sachspenden 667 Pakete auf den Weg zu Frauen und Familien gebracht, die Ihre Hilfe nötig haben. Sie haben dafür gesorgt, dass uns 338 zutiefst bewegende Rückmeldungen wie diese hier erreicht haben: 

„Sie müssten mal die Leute fragen, die gerade bei mir waren, als Ihr Paket kam. Ich habe mich soooo wahnsinnig gefreut und war einfach nur perplex. Mir fehlen die Worte. Ein Wahnsinn, was Sie machen! Danke, Danke, Danke. Ich kann denen gar nicht oft genug danken, die das ermöglicht haben!“ (Anna, 31 Jahre) 

„Wissen Sie eigentlich, dass uns bisher keiner unserer Freunde und Verwandten eine solche Freude für unseren Nachwuchs bereitet hat? Dass Sie das alles machen, ohne etwas von uns zu wollen, ist einfach unglaublich und faszinierend. Gegenüber meinen Freundinnen schwärme ich schon immer von Ihrer Organisation!“ (Beatrice, 28 Jahre)

TPM

„Zum ersten Mal in meinem Leben hat mir jemand zum Muttertag gratuliert – und dann sogar noch mit Geschenken… So viel Wertschätzung! Das hat mich so gefreut. Ehrlich gesagt, hab ich vor Rührung direkt heulen müssen.“ (Lena, 23 Jahre)

Heute möchte ich Ihnen aus tiefstem Herzen im Namen all dieser Frauen, Männer und Kinder danken. Nach dem Lesen der vielen überwältigten und überwältigenden Nachrichten und Reaktionen der Beschenkten fällt es mir schwer, in Worte zu fassen, was Ihre Großzügigkeit für diese Frauen bedeutet. Sie haben die Welt für diese Frauen und Babys zu einem besseren, zu einem lebenswerteren Ort gemacht. Sie haben Hoffnung geschenkt und Mut gemacht, Sie haben Licht in die Dunkelheit gebracht.

Sie haben diese Frauen darin bestärkt, dass es das Richtigste auf dieser Welt ist, sich – trotz aller widrigen Umstände und Sorgen – für das Leben zu entscheiden.

Bei 1000plus glauben wir noch immer, dass jeder Mensch ein Geschenk ist, und dass jeder weitere kleine Erdenbürger vor allem anderen eine Chance für die Zukunft und eine bessere Welt bedeutet!

Deshalb verspreche ich Ihnen von unserer Seite, dass wir weiterhin alles in unserer Macht stehende dafür tun werden, um weiterhin Entscheidungen für das Leben zu ermöglichen, dass wir NIEMALS aufgeben und uns mit aller Kraft gegen sämtliche Versuche stellen werden, unsere Beratung und Hilfe für Schwangere in Not zu sabotieren.

Mit herzlichen Grüßen

Ihr
Kristijan Aufiero
 

 

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