Christliches Menschenbild

Drei ermutigende Bibelworte – und was sie über 1000plus verraten...

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1000plus christlich
1000plus ist eine christliche Initiative für Schwangere in Not.
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Jeder hat etwas, das ihn antreibt – so lautet ein bekannter Werbespruch. Bei der Arbeit von 1000plus für Schwangere in Not ist es das christliche Menschenbild, das uns motiviert. In welcher Weise sich das in der Beratung niederschlägt, wollen wir hier entlang verschiedener Bibelstellen skizzieren.

Der bewegenste Moment im Leben

 
Jede Mutter weiß es: Das eigene Kind das erste Mal zu sehen, das ist wohl der bewegendste Moment im Leben. So lange stand das Kinderzimmer schon bereit, der Kinderwagen war längst gekauft – so lange haben wir uns schon gefreut und diesen Augenblick herbeigesehnt: „Endlich, endlich bist Du da!" 
 
Aber manchmal, da läuft alles ganz anders. Hunderttausende Frauen in Deutschland wissen am Anfang ihrer Schwangerschaft nicht, ob sie sich freuen dürfen über dieses Leben unter ihrem Herzen. Wenn ihr Mann sagt, dass es finanziell nicht mehr geht mit diesem weiteren Kind. Wenn ihr Freund ihnen droht: „Das Kind – oder ich“. Oder wenn es sogar ihre eigene Familie ist, die sagt: „Erst musst Du noch fertig studieren. Also jetzt passt Dir doch ein Kind sicher gar nicht rein.“ 
 
Diese Frauen wollen ihr Kind, sie wollen, dass es irgendwie geht – trotz Studium, trotz der Ängste, trotz manch finanzieller Probleme. Aber fast keiner sagt ihnen: „Du schaffst das. Und ich helfe Dir dabei.“ Zum Glück sind viele dieser Frauen dann aber doch nicht ganz allein, wenn sie sich schon ganz verlassen fühlen – dann nämlich, wenn sie in ihrer Not auf die 1000plus-Beratung stoßen.
 
Seit nunmehr fast zehn Jahren gibt es das Projekt 1000plus – genau für diese Frauen im Schwangerschaftskonflikt. Hier gibt es Hilfe: Am Telefon, im persönlichen Gespräch und immer mehr auch mit den neuen Medien im Internet finden Frauen ein Gegenüber, das zuhört, das hilft, Perspektiven für ein Leben mit Kind zu entwickeln. 
 
Aber am Anfang der Beratung steht meistens ein anderes Gefühl. Es ist diese Angst vor der Zukunft, die Sorgen um den Status Quo – ein Gefühl, was ja doch ein jeder Mensch in irgendeiner Phase seines Lebens kennt: Zurückweisung, Unsicherheit, Zweifel. 
 

 

Wieder aufstehen wie der Prophet Micha

 
Gott ist keines dieser Gefühle fremd. In der Bibel ist Platz für diese Gefühle. Sie sind ja so oft ausgedrückt in der Heiligen Schrift. Aber der springende Punkt: Angst und Sorge behalten nicht die Überhand – niemals. „Zwar liege ich am Boden, doch ich stehe wieder auf“, heißt es beim Propheten Micha: „Zwar sitze ich in der Finsternis, aber der HERR ist mein Licht.“ (Mi 7,18). 
 
Mit Hilfe der Beratung von 1000plus können viele Frauen dieses Licht am Ende des Tunnels wieder erahnen. Sie können Hoffnung wieder schöpfen und gestärkt werden für ein Leben mit dem Kind. Wie geht das konkret? Wie muss eine Beratung aussehen, damit sie Frauen stärkt und ihnen wirklich hilft?
 
Sie ist vor allem eines nicht: verurteilend. Wie einfach wäre es, auf das Leid der Frau zu schauen und sich über sie zu stellen? Wie einfach wäre es, ihre Lebenssituation bewerten zu wollen, und besserwisserisch zu meinen: „Ja, aber das hätte sie sich vorher überlegen können.“ So ist die Beratung von 1000plus nicht. 
 

 

Mitfühlen wie der Apostel Paulus

 
In seinem Brief an die Hebräer schreibt der Apostel Paulus: „Denkt an die Gefangenen, als wärt ihr Mitgefangene“ (Hebr 13,3). Dieses hohe Ideal versuchen die Beraterinnen von 1000plus zu erreichen. Am Anfang jeder Beratung ist Platz für die Ängste der Frau. Sie lernt, dass sie hier ganz offen reden kann, dass sie jetzt einmal nicht bewertet und verurteilt wird – und sie fasst Vertrauen. „Vielleicht stimmt das ja, was die Stimme am Telefon sagt: dass ich das schaffen kann mit dem Kind?“. 
 
Gemeinsam mit der Frau erarbeitet die Beraterin Möglichkeiten für das Leben mit Kind. Vielleicht braucht ja der Mann noch einige Wochen, um sich ganz auf sein Kind freuen zu können? Vielleicht reicht es ja auch, wenn die Mutter ihr Studium nach oder mit dem Kind zu Ende bringt? Und wenn es finanziell eng bleibt, hilft 1000plus auch konkret: mit einem Zuschuss zum größeren Auto, mit einer Finanzspritze für die Haushaltshilfe in der Großfamilie – eben so, dass ein zuversichtlicher Blick in die Zukunft, ein "Wiederaufstehen" möglich wird. 
 
Wie ist das alles möglich? Woher kommt die Unterstützung, die die 1000plus-Beraterinnen weiterschenken? Hinter dem Projekt stehen tausende Christen aus ganz Deutschland, die 1000plus möglich machen: durch ihre finanzielle Unterstützung und durch ihr Gebet. Es ist das größte Netzwerk für Schwangere in Not. Diese Menschen, denen die Frauen in Not am Herzen liegen, freuen sich dann mit ihnen, wenn es heißt: „Danke, dass Sie in dieser Zeit für mich da waren. Mich für das Kind zu entscheiden war die beste Wahl, die ich in meinem Leben je getroffen habe.“ 
 

 

Türen öffnen wie beim Jünger Johannes

 
Mittlerweile wenden sich über 1.500 Frauen pro Monat an die Beratung von 1000plus. Rund 70 Prozent der Frauen entscheiden sich danach für ihr Kind. Denn durch die Beratung sehen die Frauen anders in die Zukunft: „Ich habe vor Dir eine Tür geöffnet, die niemand mehr schließen kann“  (Offb 3,8), heißt es in der Offenbarung des Johannes. 
 
Wenn die Schwangeren einmal die Hoffnung für die Zukunft erfahren haben, kann sie ihnen niemand mehr nehmen. Und dann wissen sie: Dieser Augenblick, wenn ich mein Kind das erste Mal sehe, das wird der größte meines Lebens sein. 
 
 
 

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