Heute wurde das Beratungszentrum angegriffen

Farb-Anschlag auf Pro Femina in München

Farb-Anschlag auf unser Beratungszentrum in München
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1000plus

Linksextremistische Kräfte haben einen Farb-Anschlag auf das Pro Femina-Beratungszentrum in München verübt. 

Liebe Freunde und Unterstützer von 1000plus,

nach dem wachsenden politischen Druck auf Pro Femina während der letzten Wochen manifestiert sich der ideologische Hass nun auch „auf der Straße“. Wie man in linksextremistischen Kreisen dazu sagt, wurde unser Münchner Beratungszentrum heute Nacht „besucht“:

Am 25. September 2020 hatte die Fraktion „DIE LINKE/Die PARTEI“ im Münchner Stadtrat die „umgehende Schließung“ unseres Beratungszentrums in der Widenmayerstraße beantragt. (1)

In Berlin ist man mit dem Anliegen, unsere Beratung und Hilfe für Schwangere in Not zu verbieten, bereits einen Schritt weiter: Auf Antrag von Bündnis 90/Die Grünen, der SPD und DIE LINKE, hat die Bezirksvollversammlung von Charlottenburg-Wilmersdorf mit großer Mehrheit den Beschluss gefasst, „Einseitige Schwangerschaftskonfliktberatung zu beenden!“. Konkret fordert die Versammlung das Bezirksamt auf, „Schwangerschaftskonfliktberatung durch Einrichtungen ohne staatliche Anerkennung, wie im Fall von Pro Femina e.V.,“ zu „unterbinden“. (2)

Mit diesem politischen Rückenwind fühlen sich gleichgesinnte, radikalisierte und gewaltbereite Gruppen offensichtlich ermuntert, unsere Beratungsarbeit auch mit extremeren Mitteln und ganz konkret zu „unterbinden“.

So haben uns auch die Urheber des Farb-Anschlags ihre „politische Botschaft“ übermittelt. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite, am Isarufer, wurden Kleiderbügel mit den einschlägigen Parolen aufgehängt: „Abtreibung entkriminalisieren“, „My body, my choice“ oder „Föten töten“:

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Welche Auswirkungen dieser Anschlag auf das Miteinander mit den anderen 14 Mietern im Haus oder auf die anstehenden Verhandlungen zur Verlängerung unseres Mietvertrages und damit ganz konkret auf unsere Arbeit haben wird, lässt sich im Augenblick noch nicht mit Gewissheit sagen.

Klar ist, dass die Radikalisierung und die stetig sinkende Hemmschwelle aufseiten der extremistischen Kräfte, die unsere Beratung und Hilfe „unterbinden“ wollen, unsere Arbeit vor immer mehr existentielle Herausforderungen stellt.

Klar ist aber auch, dass wir uns nicht den auf Lügen und Verleumdungen aufbauenden, politischen Angriffen auf die Beratungsfreiheit kampflos geschlagen geben werden. Erst recht werden wir der Gewalt der Straße niemals weichen.

Und wissen Sie, warum? Weil dies die Wahrheit über unsere Beratung ist und weil wir es diesen Frauen schuldig sind, nicht aufzugeben:
 

„Liebe Jeanette,

ich habe nun Ihre Mail mehrmals gelesen und Ihre Worte treffen mich mitten ins Herz. Sie erinnern mich an meine Stärken und lassen mich dadurch wieder klar sehen, was und wen ich alles besitze und an meiner Seite habe. Vielen Dank dafür! Seit der letzten Nachricht von Ihnen fühle ich mich wieder optimistisch und zuversichtlich. […]

Angst beginnt im Kopf, Mut aber auch.

Liebe Jeanette, ich bin sehr froh, Ihnen ‚begegnet‘ zu sein und muss sagen, dass mir diese Korrespondenz mehr gebracht hat als das Telefonat bei der Schwangerschaftskonfliktberatung!

Ich fühle mich deutlich gestärkter und kann langsam meine Gefühle und Gedanken besser ordnen, sodass ich eine Entscheidung treffen kann.

Ich möchte Ihnen sagen, dass Sie eine ganz wichtige und hervorragende Arbeit leisten und jede Frau bei Ihnen bestens aufgehoben ist! Ich empfinde es so und fühle mich mehr als nur verstanden. Sie lesen meine Texte sehr aufmerksam und nehmen sich Zeit, sehr ausführlich und emphatisch darauf zu antworten.

In tiefer Dankbarkeit, Viktoria*“

Es sind die originalen Zeilen einer Schwangeren, die eine unserer Beraterinnen erst vor wenigen Tagen erreicht haben. Es ist nur eine von vielen tausend dankbaren Rückmeldungen, die uns in den vergangenen Jahren erreicht haben, und die beweisen: Im Gegensatz zu dem ideologischen Unfug, den unsere Gegner über unsere Arbeit verbreiten, sind die tatsächlich von Pro Femina beratenen Frauen in ihrer überwältigenden Mehrheit zutiefst dankbar und begeistert von der Beratung und Hilfe, die sie bei Pro Femina erfahren haben!

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Deshalb möchte ich heute mit einer Bitte an Sie schließen. Wir haben kürzlich ein Dokument mit 100 aus über 1.000 dankbaren Rückmeldungen von beratenen Frauen zusammengestellt, die wir in den vergangenen 12 Monaten erhalten haben. Sie können diese Sammlung mit einem Klick auf den unten stehenden „Button“ herunterladen.

Ich denke, dass die Verbreitung der Wahrheit über unsere Beratung vermutlich die einzige Chance ist, gegen das politische Unrecht vorzugehen, das sich immer deutlicher abzeichnet.

Deshalb bitte ich Sie heute, diese E-Mail an Freunde, Bekannte oder Interessierte weiterzuleiten. Helfen Sie uns bitte, die wahre Geschichte über unsere Beratung zu verbreiten: Es ist die Geschichte von abertausenden beratenen Frauen, die so dankbar und glücklich sind wie Viktoria.

Mit dankbaren und herzlichen Grüßen

KJA

Ihr

kja

Kristijan Aufiero | Vorsitzender des Vorstands

 

PS: Selbstverständlich haben wir Strafanzeige erstattet, nachdem die Münchner Polizei gleich heute Morgen den Fall aufgenommen hat.

*Der Name wurde zum Schutz der beratenen Frau anonymisiert

(1) Antrag von DIE LINKE/Die PARTE "Pro Femina in München umgehend zu schließen"

(2) Antrag von Bündnis 90/Die Grünen, der SPD und DIE LINKE in Berlin „Schwangerschaftskonfliktberatung wie Pro Femina zu unterbinden“

 

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