Unfassbare Geschichte aus unserer Beratung

„Meine Frauenärztin besteht auf der Abtreibung“

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Liebe Freunde und Unterstützer von 1000plus,

es gibt sie immer und immer wieder: Diese unfassbaren Geschichten aus unserer Beratung, die wir uns kaum zu erzählen trauen – aus der Befürchtung heraus, dass uns niemand glaubt.

Die Geschichte von „Bekkylein“ ist so ein Beratungsfall: Eine Frau, die in der 12. Schwangerschaftswoche die Diagnose erhält, dass ihr ungeborenes Kind die Schwangerschaft nicht überleben wird. Eine Frau, die von ihrer Ärztin daraufhin massiv zur Abtreibung gedrängt wird. Eine Frau, die vergangenen Donnerstag dennoch ein kerngesundes kleines Mädchen zur Welt gebracht hat …

Entgegen unserer sonstigen Gewohnheit, alle persönlichen Angaben einer Frau zu anonymisieren, ist dies in diesem Fall unnötig. Weil „Bekkylein“ entschieden hat, ihre Schwangerschaft – von der „Diagnose“ bis zur Geburt – und ihren damit verbundenen Leidensweg in einem Internetforum zu schildern. Jeder Mensch der Welt, der über „Internet“ verfügt, kann diese Geschichte nachlesen und sich ein eigenes Bild machen.

Am Donnerstag, den 17. Juni dieses Jahres, um 22:12 Uhr, berichtet „Bekkylein“,  die in der 15. Schwangerschaftswoche ist, im Internet-Forum von „eltern.de" erstmals über einen Termin bei ihrer Frauenärztin, der ihr seither schlaflose Nächte bereitet:

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eltern.de ist eines der vielen Internet-Foren, in denen das sogenannte Internet-Team von Pro Femina (intern „iTeam“ genannt) seit vielen Jahren Schwangere in Not berät und ihnen zur Seite steht. Auch „Bekkylein“ erhält am nächsten Morgen eine tröstende und aufmunternde Antwort einer iTeam-Beraterin. Als „Josefine5“ versucht unsere Beraterin, der verzweifelten Schwangeren beizustehen und ihr Kraft zuzusprechen, um ein „Trotzdem Ja zum Leben“ sagen zu können …

Noch am selben Abend reagiert „Bekkylein“ und beschreibt noch einmal, was sie bei ihrer Ärztin erlebt hat:

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„Bekkyleins“ Schilderung ist so erschütternd, dass sich jeder weitere Kommentar erübrigt. Man mag sich kaum ausmalen, was diese Frau und ihre Familie seit dieser „Diagnose“ durchgemacht haben. Aber: „Bekkyleins“ Martyrium ist kein Einzelfall. Was wir in unserer Beratung Tag für Tag in Sachen „Diagnosen“ und den dazugehörigen Reaktionen von Ärzten, aber auch von Angehörigen, Freunden und Bekannten erleben, ist so manches Mal kaum in Worte zu fassen.

Bitte lassen Sie es mich in diesem Fall kurz machen. Gestern, am 5. Dezember 2021, erreichte unser iTeam diese wunderbare Nachricht von „Bekkylein“:

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Liebe Freunde und Unterstützer von 1000plus, bitte stellen Sie sich für einen Augenblick vor, was geschehen wäre, wenn „Bekkylein“ dem Druck und dem Drängen ihrer Frauenärztin nachgegeben und vor lauter Verzweiflung, Angst und Erschöpfung irgendwann kapituliert hätte? Ein kleines, „wunderschönes“ Mädchen wäre das Opfer einer Abtreibung geworden. Ein Menschlein, das letzte Woche zur Welt gekommen ist und noch ein ganzes Leben vor sich hat, wäre nicht geboren worden. Eine Frau, die  bei der nächsten Jahrhundertwende 79 Jahre jung sein wird ;-), hätte nicht leben dürfen.

Ist das nicht eigentlich unvorstellbar?!

Wissen Sie, was mich an diesem und allen vergleichbaren Beratungsfällen besonders aufwühlt?

Das Eine ist die Hybris einer solchen Ärztin, der irgendwann einmal die Ehrfurcht vor dem Leben und vor den „Patientinnen“ abhanden gekommen ist, für die sie eigentlich einstehen sollte. Bitte lassen Sie mich hier in aller Deutlichkeit sagen: Wir erleben sehr, sehr viele ganz großartige und wunderbare Frauenärztinnen und Frauenärzte, die ihren Patientinnen zu einer jeden Schwangerschaft gratulieren, sie liebevoll begleiten und ihrem so besonderen Berufsstand alle Ehre machen.

Aber es gibt eben auch diese anderen, deren Leichtfertigkeit, deren Überheblichkeit und deren Kaltherzigkeit konsternieren. „Meine Frauenärztin allerdings ist immer noch hartnäckig und meinte trotzdem, dass das Baby sterben wird. Oder halt nach der Geburt. Sie besteht trotz allem auf eine Abtreibung“ – bei einer Schilderung wie dieser wird einem schlagartig bewusst, was „Kultur des Todes“ bedeutet und wie sie sich manifestiert.

Stehen wir auf für das Leben!

Der andere, wirklich erschütternde Aspekt einer Geschichte wie dieser: Werden die Absichten der derzeitigen Koalition in Sachen „Regulierungen für den Schwangerschaftsabbruch außerhalb des Strafgesetzbuches“ (so steht es wörtlich im Kapitel „Reproduktive Selbstbestimmung“ des neuen Koalitionsvertrages) Wirklichkeit, werden nicht nur Frauen mit einer sogenannten „medizinischen Indikation“ ein solches Martyrium bis zur Geburt ihres Kindes durchmachen müssen.

Abertausende Frauen werden dann, wenn Abtreibung bis zur Geburt vollständig und in allen Fällen möglich wird, einem unerträglichen Druck bis zum letzten Tag ihrer Schwangerschaft schutzlos ausgesetzt bleiben. Durch den Druck ihrer Partner, durch ihre Arbeitgeber, durch äußere Umstände und Probleme und vieles, vieles mehr werden sie keine Ruhe haben bis zum Tag der Geburt!

Das ist schreiendes Unrecht! Bitte helfen Sie mit, gegen dieses Unrecht anzukämpfen! Bitte erzählen Sie „Bekkyleins“ Geschichte weiter, verbreiten Sie diesen Newsletter, sprechen Sie die Menschen in Ihrem Umfeld an und klären Sie darüber auf, was „Regulierungen für den Schwangerschaftsabbruch außerhalb des Strafgesetzbuches“ wirklich bedeutet: Abtreibung – und damit auch Nötigung und Druck gegen Schwangere in Not – bis zur Geburt!

Danke für alles, was Sie gegen dieses Unrecht unternehmen und Danke, dass Sie die Beratung und Hilfe für Schwangere wie „Bekkylein“ durch Pro Femina ermöglichen!

Herzliche Grüße

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Ihr

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 Kristijan Aufiero | Vorsitzender des Vorstands

Petition "Keine Abtreibung bis zur Geburt"

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