Wir sind nicht alleine

Trost und Hoffnung in Zeiten von Corona

Eine geistliche Kerze zünden die Beter an für Schwangere in Not
Eine geistliche Kerze zünden die Beter an für Schwangere in Not
 | Foto:

Montage/1000plus/Shutterstock

Viele von uns erleben dieser Tage schmerzlich, was es heißt, sich bedrückt zu fühlen und mit mancher Sorge beladen zu sein. Auch den vielen Schwangeren in Not geht es so, ja, ihnen erst recht. Da ist es tröstlich, dass wir uns, alle die wir lieb haben und auch die schwangeren Frauen aus der 1000plus-Beratung dem anvertrauen dürfen, der immer ein offenes Ohr für uns hat.

von Dr. Markus Arnold

In diesen Tagen erleben wir am eigenen Leib, wie unerwartet, plötzlich und massiv eine Krise über uns hereinbrechen kann. Niemand von uns konnte mit einem derartig besorgniserregenden Ausnahmezustand rechnen, der bis vor kurzem noch unvorstellbar war und der unser Leben von jetzt auf gleich schlagartig verändert hat. Uns alle ergreifen Angst und Sorge, die Fassungslosigkeit über das Ausmaß dieser Notsituation und das beklemmende Gefühl der Ungewissheit vor dem, was noch kommt. Und was diese Krisenzeit für unser ganz persönliches Leben und für die Zukunft bedeuten wird.

Dieses unvermittelte Gefangen-Sein in Umständen, die bedrohlich erscheinen und deren Auswirkungen kaum einzuschätzen sind, lässt uns jetzt kollektiv vieles von dem erleben, was Frauen im Schwangerschaftskonflikt durchstehen müssen: Auch „unsere“ Schwangeren finden sich plötzlich in „Umständen“ wieder, die sie nicht geplant haben, die ihnen Angst machen, Panik auslösen und die ihr Leben für immer verändern werden.

Und ihre Not ist in diesen Tagen noch größer und bedrängender: Ihre Bewegungsfreiheit ist eingeschränkt, sie sind zusätzlich beansprucht vom veränderten Familienalltag, sorgen sich um ihre Lieben oder sind von finanzieller Not betroffen. Umso mehr brauchen sie jetzt Beistand in ihrer Verzweiflung und jemanden, dem sie sich anvertrauen können, der mit ihnen in dieser schweren Zeit nach Lösungen sucht und sie nicht alleine lässt.

Auch die Bibel kennt diese Ausnahmesituationen der Angst, der Verzweiflung, des Alleinseins in der Not. Der Evangelist Markus (Mk 6, 45-52) erzählt davon, wie die Jünger eines Nachts mit dem Boot über den See fahren, um ans andere Ufer nach Betsaida zu gelangen. Ganz allein, mitten auf dem See und in der Dunkelheit kommen sie in starken Gegenwind, mühen sich verzweifelt ab und geraten in Panik. Dann kommt Jesus über den See zu ihnen und gebietet: „Habt Vertrauen, ich bin es; fürchtet euch nicht!“ Er steigt zu den Jüngern ins Boot – und augenblicklich legt sich der Wind.

Besonders heute schenkt uns diese Perikope Trost und Hoffnung. Wir sind nicht alleine, wenn wir uns in den Stürmen dieser Tage Gott anvertrauen und ihm einen Platz in unserem Leben geben. An ihn können wir uns jederzeit vertrauensvoll wenden, ihn um seine Hilfe bitten für uns, für unsere Lieben, für die Mitmenschen um uns herum. Und für die vielen Schwangeren in Not, ihre Familien und ihre ungeborenen Kinder.   

Danke, dass Sie auch für unsere Beraterinnen beten. Sie sind jetzt mehr denn je gefordert, im Sinne Jesu und im Geist der Nächstenliebe „unseren“ verzweifelten Schwangeren beizustehen, für sie da zu sein und gemeinsam mit ihnen Wege aus der Krise zu finden.

Durch Ihre Gebete und Ihre finanziellen Unterstützungen sprechen Sie den Schwangeren Mut und Hoffnung zu; schenken ihnen Zuversicht. So können Entscheidungen fürs Leben getroffen werden.

Dieser Text liegt dem 1000plus-Gebetsbrief für den Monat April 2020 als Anschreiben bei.

Wollen Sie auch für Schwangere in Not beten? Hier können Sie sich anmelden

Kommentare

Möchten Sie einen Kommentar abgeben? Anmelden

Das könnte Sie auch interessieren