Beratung und Hilfe so wichtig wie nie

Warum Schwangere durch „Corona“ besonders leiden

Schwanger in Corona-Zeiten: Für viele Frauen eine Hiobsbotschaft
Schwanger in Corona-Zeiten: Für viele Frauen eine Hiobsbotschaft
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In diesen Tagen trifft man kaum einen Menschen, der durch „Corona“ nicht besonders herausgefordert wäre. Wenn zu dieser Ausnahmesituation noch die Ausnahmesituation einer ungeplanten Schwangerschaft hinzukommt, leiden betroffene Frauen zur Zeit besonders. 1000plus ist für diese Schwangeren in Not da – und jeder einzelne von uns kann das auch sein.

Jetzt ein Kind? Schwanger in Zeiten allgemeiner Angst  

Man stelle sich folgendes Szenario vor: Da sind schon zwei Kinder im „wilden Alter“ von 7 und 9 Jahren, die aufgrund der Corona-Schulschließungen nun „24/7“ daheim sind und die Nerven ihrer Eltern ganz schön auf die Probe stellen. Da ist der Ehemann, der auf Kurzarbeit gesetzt wurde und Angst um seinen Arbeitsplatz hat, wenn diese Krise noch lange weitergehen sollte. Da sind die Sorgen, unter diesen Bedingungen die Miete nicht mehr zahlen zu können und vielleicht umziehen zu müssen. Und in eine solche Situation hinein meldet sich nun plötzlich ein weiteres Kind an – ungeplant! Dass einem eine solche Botschaft erstmal den Boden unter den Füßen wegziehen kann, ist nachvollziehbar.

Mit Schwangerschaftskonflikten, bei denen die Corona-Krise als erhebliche Erschwernis hinzukommt, haben die Beraterinnen unseres Projekts gerade nonstop zu tun:  

„Am vergangenen Freitag hat mir die Leiterin unseres Beratungszentrums in Heidelberg, Cornelia Lassay, ausführlich von den dramatischen Auswirkungen der aktuellen Situation auf „unsere“ Frauen im Schwangerschaftskonflikt berichtet. Sie sagte wörtlich, dass es derzeit ‚keinen einzigen Beratungsfall gibt, bei dem es nicht auch um Corona‘ geht. Viele Frauen haben furchtbare Angst und weinen am Telefon. Sie haben Angst um die eigene Gesundheit, Angst um die eigenen Eltern, Angst vor der Zukunft und, so paradox das in einem Schwangerschaftskonflikt klingen mag: Angst um das Wohl der Babys, die sie unter ihren Herzen tragen und im Innersten längst lieb haben.“ – Kristijan Aufiero, 1000plus-Projektleiter

Sich wünschen und absichtlich planen, während dieser Wochen schwanger zu werden, das tun momentan vermutlich weniger Paare als sonst. Ausgerechnet jetzt, wo alles so unsicher scheint und ein Ende der gegenwärtigen Situation genauso schwer absehbar ist wie die Art und Weise, wie diese Krise das wirtschaftliche und soziale Leben noch über Monate hinweg prägen wird. Da scheint es auch leicht möglich, dass ursprünglich geplante Schwangerschaften aufgrund der sich überschlagenden Ereignisse doch noch zum Konfliktfall werden können. Nach dem Motto: Ausgerechnet jetzt „ein Kind in die Welt setzen“ – kann man das denn wagen?

 

Der Druck auf Schwangere in Not wächst

Schwangere in Not, die dieser Tage vor der Frage „Abtreiben: Ja oder Nein?“ stehen, sehen sich vor dem Hintergrund der Corona-Krise noch zusätzlichen Schwierigkeiten ausgeliefert: Die mangelnde Bewegungsfreiheit, die zusätzliche Beanspruchung zu Hause, weil Kinder betreut und beschult werden müssen, die Sorge um die eigene Familie. Und was ist, so fragt sich manche Frau, wenn ich jetzt aufgrund des momentanen Drucks schnell eine Abtreibung „durchziehe“ und es nachher bitter bereue?

Hinzu kommt, dass viele Paare und Familien gerade durch die Corona-Krise in materielle Engpässe geraten. Da sind die Themen Kurzarbeit, Gehaltseinbußen und drohende Arbeitslosigkeit. Und da sind Studenten, Freiberufler und Selbstständige, von denen zur Zeit mancher in quälende Existenzangst gerät. Die Angst, ein (weiteres) Kind in dieser Lage nicht „durchbringen“ zu können, kann dazu führen, dass Frauen noch stärker zu einer Abtreibung gedrängt werden. Sie können kaum mehr sehen, ob ein Ja zum Leben ihres Kindes vielleicht doch möglich wäre.

 

Ein Kinderlachen besiegt jede Krise

Angesichts dieser Situation werden unsere Beraterinnen nicht müde, auch während „Corona“ Schwangeren in Not kompetente Informationen, beste Beratung und konkrete Hilfe zur Verfügung zu stellen. Sie tun das aus der Überzeugung heraus, dass es diese Frauen nachhaltig verletzen würde, wenn sie unter Druck eine Entscheidung gegen die Stimme ihres Herzens treffen würden. Sie tun es aus der Überzeugung heraus, dass es für jede dieser Frauen Hoffnung und ein Licht am Ende des Tunnels gibt. Und sie tun es aus der Überzeugung heraus, dass wir diese Frauen und Familien nicht im Stich lassen können, wenn es gilt, ganz konkrete Hilfsangebote zu machen.

Schließlich wird es auch eine Zeit nach Corona geben. Und in diese Zeit hinein reichen die Entscheidungen, die Schwangere in Not heute treffen. Die Perspektive, in einem Jahr mit Kinderlachen und ohne Corona-Angst leben zu können ist eine Perspektive, die jede verzweifelte Schwangere von heute verdient hat.

 

Was Sie jetzt für Schwangere in Not tun können

Und das Beste ist: Jeder von uns kann die 1000plus-Beraterinnen dabei unterstützen, diesen Frauen gerade jetzt Hoffnung, Trost und Zuversicht zu schenken. So können Sie sich zum Beispiel unseren Beraterinnen anschließen, die täglich kurz nach 12.00 Uhr folgendes Gebet sprechen:

Gott, Schöpfer allen Lebens, ich bringe heute die Sorgen und Nöte aller Frauen, die ungewollt schwanger sind, vor Dich. Du siehst ihre große Verzweiflung, du siehst, wie gefangen sie in ihren Umständen sind. Vertrauensvoll lege ich alles, was diese Frauen umtreibt, in Deine guten Vaterhände. Ich bitte Dich, gib den ungewollt schwangeren Frauen Menschen an die Seite, die ihnen zuhören, die sie aufrichten und die ihnen tatkräftig helfen. Schenke ihnen Hoffnung, damit sie zuversichtlich Ja zum Leben sagen können. Schenke, dass die Herzen dieser Frauen unversehrt bleiben und die Herzen ihrer Babys weiter schlagen dürfen. Und lass es wahr werden, dass diese Kinder die große Freude ihrer Mütter und Familien bleiben, ein Leben lang! Amen. Dieses Gebet können Sie auch hier als Gebetskärtchen bestellen.

Schwangeren in Not helfen Sie dieser Tage auch, indem Sie die zukünftige materielle Grundlage unserer Arbeit ermöglichen. Denn die Beratung und Hilfe von 1000plus wird zu 100 Prozent aus Spenden finanziert. Und die abzusehende Entwicklung in diesem Bereich bereitet uns derzeit Sorge:

Aufgrund der gestrichenen Gottesdienste werden voraussichtlich über 50 Babyflaschen-Aktionen ausfallen. Gleichzeitig liegt auf der Hand, dass viele unserer Unterstützer selbst von finanziellen Engpässen betroffen sind. Wir gehen davon aus, dass unsere laufenden Spendeneinnahmen in den kommenden Monaten um die Hälfte einbrechen werden. – Kristijan Aufiero, 1000plus-Projektleiter

Mit einer Sonderspende für 1000plus angesichts der Corona-Krise helfen Sie uns, Beratung und Hilfe für derzeit monatlich 1.500 Schwangere in Not zu sichern.
 
Gerade in diesen Zeiten verzeichnen wir zudem wachsende Beratungszahlen. Täglich kommen neue Frauen auf der Suche nach Information, Beratung und konkreter Hilfe auf unsere Beraterinnen zu. Vielleicht wird auch in Ihrer Nähe kurz- oder mittelfristig eine Frau ganz praktische Unterstützung benötigen – sei es beim Umzug, bei der Betreuung von Kindern, bei Ämtergängen oder einfach so als Gesprächspartner. Natürlich wird so eine Art der unmittelbaren Hilfe erst „nach Corona“, nach Rücknahme der Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen also, möglich sein. Wenn Sie sich aber dennoch angesprochen fühlen, können Sie sich gerne jetzt schon in unsere Helferliste eintragen, um dann für diese Frauen dasein zu können.

 

In jedem Fall danken wir Ihnen für alles, was Sie in dieser Corona-Krise für Schwangere in Not tun!

Sie wollen wissen, wie es bei 1000plus weitergeht? Hier können Sie sich für unser eMailing registrieren.

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