Aus einem Vortrag von Kristijan Aufiero

Wenn Sie jemand fragt, was 1000plus ist: Erzählen Sie diese Geschichte!

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Kristijan Aufiero 1000plus
Kristijan Aufiero weiß: Es ist faszinierend, was Beratung und Hilfe alles vermögen.
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1000plus

Im Rahmen eines Vortrags in Essen erzählte der 1000plus-Projektleiter Kristijan Aufiero von seiner folgenschweren Begegnung mit einer jungen Frau namens Hannah*. Diese Begegnung hat seine Sichtweise auf das Thema Abtreibung und Schwangerschaftskonflikt nachhaltig geprägt – und motiviert ihn bis heute, immer mehr Schwangeren in Not zu helfen...

Man stelle sich vor: Ein 17-jähriges Mädchen ist ungewollt schwanger. Ihre Ausbildung hat sie abgebrochen. Mit ihren Eltern ist sie zerstritten. Ihr Freund ist 26, nimmt Drogen und ist gewalttätig. Die Eltern sagen, sie darf das Kind auf keinen Fall bekommen. Sie würde damit ihr Leben ruinieren. Der Freund sagt: "Wenn Du nicht zur Abtreibung gehst, dann prügel ich dich so lange, bis du das Kind verlierst!"

Eine schlimmere Situation könnte man sich wohl kaum vorstellen. Eigentlich undenkbar, dass diese Geschichte noch gut endet – doch genau das hat Kristijan Aufiero persönlich erlebt!

Die Geschichte hat sich vor über 10 Jahren zugetragen, als es das Projekt 1000plus noch nicht gab. Aber sie hat dazu beigetragen, dass es 1000plus heute gibt. Der Projektleiter von 1000plus berichtete davon kürzlich in einem Vortrag beim Verein für christliche Stadtteilarbeit in Essen – einem Verein, der 1000plus schon lange in großartiger Weise unterstützt.

Das 17-jährige Mädchen, von dem die Rede war, heißt Hannah. Sie wurde von der Schwangerschaftskonfliktberatung Die BIRKE in Heidelberg begleitet, für die Kristijan Aufiero zu dieser Zeit tätig war.

Cornelia Lassay, heute Beraterin bei 1000plus, hat damals Hannah beraten. Schon bald stellte sich heraus, dass Hannah ihr Kind bekommen wollte – allen höchst widrigen Umständen zum Trotz. Nun galt es, die Schwangere vor ihrem Freund in Sicherheit zu bringen und sie in ihrer Entscheidung für ihr Baby zu stärken.

Deshalb wurde Hannah ein Erholungsaufenthalt an der Nordsee ermöglicht und sie dabei unterstützt, mit destruktiven Kontaktaufnahmen seitens ihres Umfelds richtig umzugehen. So gelang es schließlich tatsächlich, Hannah und ihr ungeborenes Kind vor einer Abtreibung zu bewahren. 

Wenige Wochen nach der Geburt ihres kleinen Sohnes Linus kam sie bei der BIRKE-Beratung vorbei, um sich Unterstützung für die nächsten Schritte als junge Mutter zu holen. Die Freude bei allen Mitarbeitern war groß. Und dann ereigenete sich etwas unglaublich Schönes. Kristijan Aufiero erinnert sich noch gut:

"Ich werde nie vergessen, wie sie dann dieses Kind hochgehalten und gesagt hat: 'Das ist das Einzige, was ich in meinem Leben richtig gemacht habe. Das ist das Einzige, worauf ich stolz bin.'"

Für Kristijan Aufiero ist seit dieser beindruckenden Begegnung klar: Einer Frau wie Hannah zu einer Abtreibung zu raten oder sie aus einer falsch verstandenen Neutralität heraus im Stich zu lassen, das wäre Betrug. Das zu tun, hätte im Fall von Hannah nämlich geheißen, sie um die größte Chance ihres Leben zu bringen: die Chance, aus dem Teufelskreis von Misserfolgen und Problemen auszusteigen. Es hätte sie daran gehindert, etwas zu tun, worauf sie ein Leben lang stolz sein kann – etwas zu schaffen, das ihr niemand zugetraut hätte. 

Angesichts hunderttausender Frauen, die jedes Jahr mitten unter uns in einer Situation sind wie Hannah, ist für Kristijan Aufiero die Begegnung von damals eine bleibende Motivation, das Projekt 1000plus immer weiter auszubauen – auf dass immer mehr Frauen wie Hannah geholfen werde!

 

* Die persönlichen Angaben wurden zum Schutz der Frau und ihrer Familie anonymisiert.

1000plus-News möchte auf die Not ungewollt schwangerer Frauen aufmerksam machen. Unterstützen Sie die Arbeit der 1000plus-Beraterinnen mit Ihrer Spende.

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