Junge oder Mädchen? Sorge wegen Schwangerschafts-Frühtests

14 Juni 2018

(...)  „Die frühe Bestimmung des Geschlechts – noch innerhalb der Fristen, in denen in Deutschland ein Schwangerschaftsabbruch straffrei wäre – scheint nur dann Sinn zu machen, wenn man in Abhängigkeit von seinem Geschlecht zwischen dem Leben des Babys und einer Abtreibung wählen möchte“, sagte Kristijan Aufiero, Vorstandsvorsitzender der Lebensrechtsorganisation „1000plus“, auf Nachfrage von pro. Gleichzeitig räumt er ein, dass hierzulande eine mit dem Geschlecht begründete Abtreibung so gut wie nie vorkomme; die meisten Frauen zögen einen Schwangerschaftsabbruch wegen einer existenziellen Notlage, Überforderung oder Problemen in der Partnerschaft in Betracht.

Das geringe Risiko sei jedoch gar nicht der springende Punkt, warum die „Geschlechterbestimmungstests“ verwerflich seien, so Aufiero weiter. Stattdessen wollten Eltern immer das Beste für ihr Kind. Das sei löblich, führe aber auch dazu, dass sie ihre eigenen Lebensumstände – auch die geschlechtlichen – unverhältnismäßig negativ wahrnähmen – und ihren Kindern ersparen wollten. „Was wir in unserer Gesellschaft brauchen ist eine neue Kultur des Lebens, die damit beginnt, dass wir Ja zu unserem eigenen Leben sagen. Wir brauchen einen Perspektivwechsel, den wir durch Wertschätzung, Anerkennung und Nächstenliebe erreichen – und nicht durch eine Selektionsmentalität, wie sie in einem ‚Geschlechterbestimmungstest‘ ihren Ausdruck findet." (...)

Den Rest der Pressenotiz finden Sie auf www.pro-medienmagazin.de