Gebetsbrief April 2020

Liebe Beterin, lieber Beter,

diesen Tagen erleben wir am eigenen Leib, wie unerwartet, plötzlich und massiv eine Krise über uns hereinbrechen kann. Niemand von uns konnte mit einem derartig besorgniserregenden Ausnahmezustand rechnen, der bis vor kurzem noch unvorstellbar war und der unser Leben von jetzt auf gleich schlagartig verändert hat. Uns alle ergreifen Angst und Sorge, die Fassungslosigkeit über das Ausmaß dieser Notsituation und das beklemmende Gefühl der Ungewissheit vor dem, was noch kommt. Und was diese Krisenzeit für unser ganz persönliches Leben und für die Zukunft bedeuten wird.

Dieses unvermittelte Gefangen-Sein in Umständen, die bedrohlich erscheinen und deren Auswirkungen kaum einzuschätzen sind, lässt uns jetzt kollektiv vieles von dem erleben, was Frauen im Schwangerschaftskonflikt durchstehen müssen: Auch „unsere“ Schwangeren finden sich plötzlich in „Umständen“ wieder, die sie nicht geplant haben, die ihnen Angst machen, Panik auslösen und die ihr Leben für immer verändern werden.

Und ihre Not ist in diesen Tagen noch größer und bedrängender: Ihre Bewegungsfreiheit ist eingeschränkt, sie sind zusätzlich beansprucht vom veränderten Familienalltag, sorgen sich um ihre Lieben oder sind von finanzieller Not betroffen. Umso mehr brauchen sie jetzt Beistand in ihrer Verzweiflung und jemanden, dem sie sich anvertrauen können, der mit ihnen in dieser schweren Zeit nach Lösungen sucht und sie nicht alleine lässt.

Auch die Bibel kennt diese Ausnahmesituationen der Angst, der Verzweiflung, des Alleinseins in der Not. Der Evangelist Markus (Mk 6, 45-52) erzählt davon, wie die Jünger eines Nachts mit dem Boot über den See fahren, um ans andere Ufer nach Betsaida zu gelangen. Ganz allein, mitten auf dem See und in der Dunkelheit kommen sie in starken Gegenwind, mühen sich verzweifelt ab und geraten in Panik. Dann kommt Jesus über den See zu ihnen und gebietet: „Habt Vertrauen, ich bin es; fürchtet euch nicht!“ Er steigt zu den Jüngern ins Boot – und augenblicklich legt sich der Wind.

Besonders heute schenkt uns diese Perikope Trost und Hoffnung. Wir sind nicht alleine, wenn wir uns in den Stürmen dieser Tage Gott anvertrauen und ihm einen Platz in unserem Leben geben. An ihn können wir uns jederzeit vertrauensvoll wenden, ihn um seine Hilfe bitten für uns, für unsere Lieben, für die Mitmenschen um uns herum. Und für die vielen Schwangeren in Not, ihre Familien und ihre ungeborenen Kinder.  

Danke, dass Sie auch für unsere Beraterinnen beten. Sie sind jetzt mehr denn je gefordert, im Sinne Jesu und im Geist der Nächstenliebe „unseren“ verzweifelten Schwangeren beizustehen, für sie da zu sein und gemeinsam mit ihnen Wege aus der Krise zu finden.

Durch Ihre Gebete und Ihre finanziellen Unterstützungen sprechen Sie den Schwangeren Mut und Hoffnung zu; schenken ihnen Zuversicht. So können Entscheidungen fürs Leben getroffen werden.

Vielen Dank, dass Sie für Zoe gebetet haben. Sie hat sich für ihr drittes Kind entschieden. Beim Ultraschall hat sie schon das Herzchen schlagen sehen und freut sich jetzt auf ihr kleines Wunder. Zoe kann es kaum erwarten, ihrer Familie von der Schwangerschaft zu erzählen.

Zu Lisa, Antje und Laura ist der Kontakt leider abgebrochen, obwohl sich ihre Beraterinnen noch mehrfach nach ihnen erkundigt hatten.

Sandra hat leider dem Druck des Partners nachgegeben und ist zu der Abtreibung gegangen.

Herzliche Grüße aus München und fest im Gebet verbunden

Ihr

Dr. Markus Arnold

 

PS: Dringender denn je brauchen Schwangere in Not jetzt vor allem eins: Sie! Ihre Sonderspende zur Fastenzeit ermöglicht es, die Beratung und Hilfe trotz dieser Krisenzeit uneingeschränkt aufrechterhalten zu können!