Gebetsbrief Februar

Liebe Freunde und Unterstützer von 1000plus,

viele Schwangere in Not wenden sich an Pro Femina, weil sie etwas zu ahnen scheinen. Sie merken, dass sie gerade nicht klar sehen. Was sind das für Dinge, die ihren Blick trüben? Da ist die Ungewissheit, die es so schwer macht, in die Zukunft klar zu schauen; die Angst, die falsche Entscheidung zu treffen – und viele Vorstellungen über Schwangerschaft und Kinder, die falsch sind, aber trotzdem wirken.

Inmitten dieser Zeit der „Sehstörung“ kommen die Beraterinnen „ihren“ Schwangeren zu Hilfe. Woran orientieren sie sich da? Ich muss in diesem Zusammenhang an eine besondere Stelle der Heiligen Schrift denken. Jesaja (42, 6b-7) beschreibt, was ihm über den Messias offenbart wurde: „Ich schaffe und mache dich zum Bund mit dem Volk, zum Licht der Nationen, um blinde Augen zu öffnen, Gefangene aus dem Kerker zu holen und die im Dunkel sitzen, aus der Haft.“

Auch die Schwangeren in Not sind in gewisser Weise gefangen. Sie können nicht mehr frei denken, sind eingeschnürt von ihren Ängsten und Sorgen. Sie sitzen in einem Dunkel, das scheinbar nicht mehr zu durchdringen ist. Es ist so dunkel, dass es sich nicht mehr zu lohnen scheint, überhaupt noch die Augen aufzumachen. Aber mit Hilfe ihrer Beraterin wagen die Schwangeren es doch.

Auch mit offenen Augen ist die Dunkelheit noch so stark und dick und schwarz; aber es wird besser. Die Frauen beginnen, ihre Situation immer stärker zu verstehen; sie wissen zunehmend, dass ihr dunkler Blick nicht endgültig ist – und glauben immer mehr, dass es noch Licht gibt.

Sie sind in einem Kerker, aber von oben fällt ein schmaler Lichtstrahl herab. Er zeigt den Weg, der sich zu gehen lohnt: nach oben, raus aus dem Kerker der Ängste – zum Leben. Diesen Weg aber müssen die Schwangeren selbst gehen. Sie können es auch, weil Ihre Gebete diese Frauen empor tragen. Dafür möchte ich Ihnen einmal mehr sehr herzlich danken.

Danke, dass Sie für Angela gebetet haben. Trotz allem ist der Kontakt zu ihr leider abgebrochen.

Maja hat sich leider nicht mehr gemeldet, trotz der Nachfrage ihrer Beraterin.

Cecilias Partner hat angefangen, seine Freundin zu unterstützen. Beide gemeinsam konnten sich für ihr Kind entscheiden.

Nadine hat sich auf die Nachfragen ihrer Beraterin leider nicht mehr gemeldet. Sie wollte sich ihrem Freund doch noch anvertrauen und hat gehofft, dass er positiv auf die Schwangerschaft reagiert.

Der Kontakt zu Bärbel ist leider abgebrochen.

Auch wenn uns einige Frauen ihre Entscheidung noch nicht endgültig mitgeteilt haben, hoffe ich in diesem Monat ganz besonders darauf, dass sie dem Lichtstrahl zu einer guten Entscheidung folgen konnten.

Mit diesem Gebetsbrief empfehle ich wieder fünf Schwangere Ihrem Gebet an. Beten Sie ganz besonders dafür, dass diese und die vielen anderen Frauen, die wir beraten dürfen, dem Lichtstrahl ihrer Beraterinnen folgen können; einem Lichtstrahl, der durch Ihre Gebete und Unterstützung den Schwangeren den Weg weist.

Herzliche Grüßen aus München und fest im Gebet verbunden,

Ihr

Dr. Markus Arnold