Gebetsbrief Februar 2021

Liebe Beterin, lieber Beter, 

kann ich einer bestimmten Nachricht vertrauen? Ist sie glaubwürdig? Bei der Beantwortung dieser Fragen gibt es eine Methode, die weiterhelfen kann: Kann ich dem vertrauen, der die Nachricht überbringt? Ist er glaubwürdig? Nichts anderes passiert in einer Episode der Heiligen Schrift, an die ich denken muss, wenn ich über die Glaubwürdigkeit der Pro Femina-Beratung nachdenke.

Ganz am Anfang des Markus-Evangeliums wird berichtet, wie Jesus in eine Synagoge geht, um zu lehren (Mk 1, 21-28). Werden die dort versammelten ihm Gehör und Glauben schenken? Wer ist er denn, dass er ihnen wirklich etwas neues sagen könnte – etwas, das sie aus ganzem Herzen glauben können? „Und die Menschen waren voll Staunen über seine Lehre.“ Warum? Was ist so anders? Sind sie nicht sowieso regelmäßig hier, um die Schrift zu hören? Die Zuhörer merken: Hier spricht ein Anderer. Hier spricht er anders über das, was so bekannt schien. „Denn er lehrte sie wie einer, der Vollmacht hat, nicht wie die Schriftgelehrten.“

Die Schriftgelehrten sprechen über die Schrift, wie sie von außen erscheint. Christus kann sie von innen, vom Zentrum her, deuten. Er ist ihr Zentrum. Christus löst ein, was die Schrift verspricht – mit seinen Lehren, seinem Leben, seiner Erlösung. Kein Wunder, dass seine Glaubwürdigkeit alles übertrifft, was die Zuhörer bisher gekannt haben.

Woran erkennen sie, dass sie Christus vertrauen können? Dass er nicht einfach nur Geschichten erzählt? Christus spricht nicht nur – er lebt auch das, was er sagt. Zwischen seinem Denken, seinem Sagen und Leben gibt es keine Spaltung.

Diesem Anspruch versuchen auch die Beraterinnen von Pro Femina gerecht zu werden. Wenn sich die Schwangeren in Not an sie wenden, versuchen sie, diesen nicht einfach nur Geschichten zu erzählen und sie mit Durchhalteparolen zu beglücken. Das wäre bloße Rhetorik – und keine frohe Botschaft, die diesen Frauen in der schwersten Zeit ihres Lebens wirklich helfen könnte. Bevor die Schwangere JA zu ihrem Kind sagen kann, muss sie JA zu sich selbst sagen. Sie muss JA sagen zu ihren Schwächen und Stärken, zu den Wunden und Erfolgen ihrer Biografie. Nur so gelingt ein Blick in die Zukunft. Ihre Beraterin hilft dieser Frau dabei, dieses JA zu formulieren, es im Herzen zu formen – und dann auszusprechen. Aber das geschieht nicht ohne Voraussetzung. Will die Beraterin der Schwangeren helfen, sich und ihre Situation anzunehmen, so muss sie zuerst sich selbst in gleicher Weise angenommen haben. Sie muss versöhnt sein und fest in ihrem eigenen Leben stehen. Sie muss das leben, was sie sagt.

Das ist nur möglich, weil jede Pro Femina-Beraterin zu jeder Minute weiß, dass Sie es sind, liebe Beter und Unterstützer, die ihre Arbeit, ihr JA zu diesen Frauen und ihren Kindern erst möglich machen. Weil Sie JA zu dieser Aufgabe gesagt haben, nur deswegen gibt es Hoffnung für diese Tausenden Frauen, die sich an unsere Beratung wenden. Dafür danke ich Ihnen von Herzen!

vielen Dank, dass Sie für Leonora gebetet haben. Sie hat sich für ihr Kind entscheiden können.

Der Kontakt zu Marlene, Lorena, Elisa und Margit ist leider abgebrochen.

Auch wenn in diesem Monat nur Leonora die Kraft gefunden hat, ihr JA zum Kind zu sprechen, möchte ich Ihnen trotzdem ausdrücklich für Ihre Gebete danken. Unser Erfahrung zeigt immer wieder, dass Frauen sich bei uns – oft erst Monate später – melden und die Entscheidung für ihre Babys freudig mitteilen. Bei Gott also ist kein Gebet vergebens.

Darf ich Sie weiter um Ihre Gebete für Marlene, Lorena, Elisa und Margit bitten?

Herzliche Grüße aus München und fest im Gebet verbunden

Ihr

 

Dr. Markus Arnold

 

PS: Kennen Sie schon unsere Gebets-App? Mit der 1000plus-Gebets-App erhalten Sie nicht nur Zugang zu aktuellen Informationen rund um 1000plus. Mit der App können Sie vor allem ganz konkret für akute Schwangere in Not beten, bei denen in der Regel eine Abtreibung unmittelbar bevorsteht. 

 

 

GEBETSBRIEF FEBRUAR