Gebetsbrief Januar 2020

Liebe Beterin, lieber Beter,

in jedem Jahreswechsel feiern wir einen Neuanfang. Das alte Jahr ist vorbei, ein neues beginnt. Aber was hat sich eigentlich wirklich geändert, wenn die  „19“  geht und die  „20“ kommt? Wenn wir ehrlich sind: nicht allzu viel. Für viele Tausend Frauen im vergangenen Jahr aber war das anders. Sie haben einen Neuanfang erlebt, der ihr ganzes Leben verändert. Sie haben JA zu ihrem Kind gesagt, obwohl sie Angst hatten. Sie haben ihr Kind angenommen, obwohl sie zweifelten. Sie haben sich ganz auf das Neue eingelassen, obwohl sie nicht wussten, wie sie dieses Neue schaffen sollten. Ich möchte Ihnen danken, dass Sie diesen Neuanfang mit Ihren Gebeten und Ihren Spenden möglich gemacht haben. 

Was bewirkt aber dieser Neuanfang für die Mütter, die ihn gewagt haben? Beim Propheten Jesaja heißt es: „Denkt nicht mehr an das, was früher war; auf das, was vergangen ist, achtet nicht mehr! Siehe, nun mache ich etwas Neues. Schon sprießt es, merkt ihr es nicht? Ja, ich lege einen Weg an durch die Wüste und Flüsse durchs Ödland.“ Ich denke, diese Schriftstelle zeigt, wie das Neue gelingen kann – und sie beschreibt, wie sich die Schwangeren in Not fühlen, die eben noch gedacht haben, dass es nicht mehr weiter geht, und die dann merken: Es geht doch; in der Wüste ist ein Weg erschienen. 

Unsere Beraterinnen merken immer wieder, wie stark der Wechsel der Perspektive auch das Bewusstsein verändern kann. Eigentlich hat sich ja in einem ersten Moment noch gar nichts geändert an den Umständen, denen die Schwangere gegenüber steht. Aber mit Hilfe ihrer Beraterin lernt sie, ihr Leben, sich selbst, ihr Kind aus einem anderen – einem neuen – Blickwinkel zu sehen. Sie sieht die Lage, die eben noch unmöglich schien, als eine Herausforderung, die sie schaffen kann. Sie sieht nicht mehr das, was sie nicht kann – sondern lenkt den Blick auf die Dinge, die sie kann; auf die Kräfte, die früher einmal da waren, die verschüttet zu sein scheinen – und die in Wirklichkeit doch noch in ihr schlummern. 

Mit Ihren Gebeten wecken Sie diese Ressourcen auf. Sie ermöglichen, dass sich die Tausenden Schwangeren in Not in einem ganz anderen Licht sehen: Sie sehen sich so, dass sie  es schaffen könnten. Sie schauen nicht mehr auf die Vergangenheit und auf die tausend Gründe, warum etwas nicht funktionieren sollte, sondern sie schauen auf die Zukunft und damit auf ein Leben mit ihrem Kind. Danke, dass Sie diesen Perspektivenwechsel mit Ihren Gebeten ermöglichen!

Vielen Dank, dass Sie für Abigail gebetet haben. Sie hat ihrer Mutter zwar noch immer nichts von ihrer Schwangerschaft erzählt, weiß aber mittlerweile, dass sie es mit ihren Kind schaffen will. 

Nora hat sich für ihr Baby entscheiden können. Sie hat den Kontakt mit dem Vater des Kindes abgebrochen und bekommt Unterstützung von ihrer Familie und ihren Freunden.  

Der Kontakt zu Anja ist leider trotz der Nachfragen ihrer Beraterin abgebrochen.

Alina kämpft weiterhin mit sich. Ihr Herz hat sich eigentlich schon deutlich für das Kind entschieden, aber der Gegenwind des Vaters hält an. Darf ich Sie auch an diesem Monat um Ihr Gebet für Alina bitten?

Stella hat JA zu ihrem Kind gesagt. Sie schreibt ihrer Beraterin: „Ich freue mich ehrlich gesagt schon über das Kind“

Ich wünsche Ihnen und Ihren Lieben ein reich gesegnetes Jahr 2020 und sende Ihnen die herzlichsten Grüßen aus München

Ihr Dr. Markus Arnold

 

PS: Bitte bleiben Sie mit Ihren Gebeten und Ihren Spenden auch in diesem Jahr treu an der Seite unserer Schwangeren in Not und deren Babys. Sie brauchen Ihre Unterstützung!