Gebetsbrief & Impuls für den Oktober 2019

Liebe Beter,

manche Stellen in der heiligen Schrift kommen uns so ganz bekannt vor. Der 23. Psalm zum Beispiel: „Der HERR ist mein Hirte…“ – und schon vervollständigen wir den Satz im Kopf. Der ganze Psalm scheint sich vor unserem inneren Ohr auszuspannen. Sind diese Stellen schon bloß wegen ihrer Geläufigkeit gleichsam verbraucht? Oder zeigt nicht ihr Eingang in den Alltag vielmehr, wie groß die Botschaft ist, die sie aussprechen?

In diesem Zusammenhang ist mir ein Vers dieses Psalms in den Sinn gekommen: „Gutes und Barmherzigkeit werden mir folgen mein Leben lang.“ Ich konnte nicht anders, als dieses „Versprechen“ auf Sie, die 1000plus-Beter, und „unsere“ 1000plus-Beratung zu beziehen. 

Wie viel Gutes, wie viel Barmherzigkeit sind in dieser Welt, weil Sie mit Ihren Gebeten und Ihrer Unterstützung an der Seite der Schwangeren in Not stehen? Ich kann es nicht beziffern. Ich kann nur an die Babys und Kinder denken, zu denen die Frauen JA sagen konnten. 

Was werden sie wohl in den kommenden Jahren erleben? Welchen Menschen werden sie begegnen? Wem werden sie ihrerseits die Zuneigung weiter schenken, die sie von ihrer Mutter empfangen durften – „ein Leben lang“? 

Gleichzeitig sind da die Mütter selbst. Auch sie werden das JA zu ihrem Kind für ihr ganzes Leben in ihrem Herzen tragen dürfen. Sie werden das Wachsen ihres Kindes von Tag zu Tag inniger verfolgen – und jeden Tag ungläubiger auf die Zeit zurückschauen, als ihr Kind noch nicht bei ihnen war. Dieses Kind wird an ihrer Seite sein  – „ein Leben lang“.

Bei dieser Formulierung denke ich natürlich auch an Sie, liebe Unterstützer. Nur weil es Sie gibt, gibt es diese Entscheidungen für das Leben. Mit Ihren Gebeten stehen Sie diesen Frauen bei. Sie ermöglichen die Beratung, die es diesen Frauen in Not ihrerseits ermöglicht, den Mut und die Liebe zu wählen – und JA zu sagen. Die vielen Kinder, die dank Ihrer Unterstützung jetzt auf dieser Erde laufen, krabbeln oder sich vorerst bloß in ihren Bettchen drehen, gehören auch zu Ihrem Leben – weil Sie die Zukunft dieser Kinder mit ihren Gebeten möglich gemacht haben. Dafür möchte ich Ihnen an dieser Stelle sehr herzlich danken

Vielen Dank, dass Sie für Dorothea gebetet haben. Sie hat sich für ihr Kind entscheiden können und zählt nun auf die Unterstützung ihrer Freunde, auch falls ihr Partner das Kind – wie angedroht – nicht annehmen will. 

Der Kontakt zu Josephine ist leider abgebrochen. In den Gesprächen mit ihrer Beraterin hatte sie sich immer mehr mit dem Gedanken angefreundet, auch diesem Kind das Leben zu schenken. Darf ich Sie auch in diesem Monat um Ihr Gebet für Josephine bitten?

Felicitas stand noch weiter unter dem großen Druck ihrer Ärzte. Aber innerlich wollte sie ihr Kind bekommen, auch wenn es Trisomie 18 hätte. Felicitas hat für das Leben ihres Kindes gekämpft – leider wissen wir nicht, ob dieser Kampf erfolgreich war, weil sie sich ab einem bestimmten Punkt nicht mehr gemeldet hat. 

Sonja hat zusammen mit ihrem Freund das gemeinsame Kind immer mehr annehmen können. Bei einer Untersuchung hat ihr Arzt aber festgestellt, dass Sonjas Kind leider im Mutterleib verstorben ist.

Valerie hat JA zu ihrem Kind sprechen können, obwohl sie so sehr mit sich gerungen hat. Sie möchte für ihr Kind, das sich gut entwickelt, eine liebevolle Mutter sein. Valerie schreibt ihrer Beraterin:  „Dieses kleine Wesen gibt mir soviel Hoffnung, soviel neue Kraft und Stärke. Ich hätte niemals gedacht, dass ich jemand jemals wieder so doll lieben könnte.“

Herzliche Grüße aus München

Ihr



Dr. Markus Arnold
 

PS: Bis zum 15. November werden alle Spenden verdoppelt, die unter dem Stichwort „Initiative19“ auf unser Verdoppelungsfonds-Konto(IBAN DE90 7002 0500 0008 8514 02) eingehen. Jede Ihrer Zuwendungen ist also doppelt so wertvoll und hilft Schwangeren in Not, Entscheidungen für ihre Babys treffen zu können. Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung!


Gebetsbrief Oktober 2019