Drei klare Argumente für das Leben

Flammende Lebensschutz-Predigt

06.05.2026

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Don Rupi während seiner Predigt: "Kann man sich für den Lebensschutz einsetzen?"

In einer aktuellen Predigt erzählt der österreichische Priester Don Rupi von einer Begegnung mit einer 17-jährigen jungen Frau, die überraschend schwanger geworden war. Als er Claudia, deren Name anonymisiert wurde, zu Hause besuchte, traf er nicht nur sie, sondern auch ihren Freund und dessen Eltern. Alle waren fest davon überzeugt, dass eine Abtreibung der richtige Weg sei.

Drei Argumente für das Leben

Aus dem Gespräch greift Don Rupi drei Gedanken auf, die in der Abtreibungsdebatte immer wieder begegnen:

  1. „Die Mutter entscheidet allein.“
    Don Rupi hält dagegen, dass der Schutz von Kindern sonst selbstverständlich Aufgabe der ganzen Gesellschaft ist: Jugendamt, Gerichte, Schulen, Polizei und viele andere Institutionen tragen Verantwortung für das Wohl von Kindern. Warum, fragt er, solle ausgerechnet das ungeborene Kind davon ausgenommen sein? „Warum können wir die ganze Verantwortung über das Leben auf die Mutter allein abwälzen?“
  2. „Ein Kind muss gewollt sein.“
    Auch diese Vorstellung hinterfragt der Priester kritisch. Ob ein Kind leben darf, dürfe nicht von einer Momentaufnahme abhängen. Gerade in der ersten Überforderung könne sich vieles noch ändern – wenn Hilfe, Annahme und Ermutigung dazukommen. Zugleich erinnert Don Rupi daran, dass jedes Kind fehlt, das nicht geboren werden darf: „Wirtschaft, Gesellschaft und Kirche sind auf der Suche nach Menschen wie nie zuvor, die überall fehlen.“
  3. „Unter schwierigen Umständen ist eine Geburt unverantwortlich.“
    Auch diesem Argument widerspricht Don Rupi. Es sei nicht unverantwortlich, als junger Mensch ein Kind zur Welt zu bringen, wenn man ihm vermeintlich noch nichts bieten könne. Gerade in Claudias Fall sei Hilfe ganz konkret vorhanden gewesen: Ihre eigene Mutter hätte laut Don Rupi sogar ihren Beruf aufgegeben, um für das Baby da zu sein. Zudem verweist er darauf, dass Österreich eines der besten Sozialsysteme weltweit habe – ohne Krieg, Hunger, Terror oder existenzielle Not.

„Das ist mein Leib“ – für das Leben

Den eindringlichsten Gedanken formuliert Don Rupi am Ende seiner Predigt. Er vergleicht den bekannten Pro-Choice-Slogan „Mein Körper, meine Entscheidung“ mit den Worten Jesu in der Eucharistie: „Das ist mein Leib, der für euch hingegeben wird.“ Das ist offensichtlich ein radikaler Gegensatz: Christus gibt seinen Leib hin, damit andere leben. Die Logik der Abtreibung dagegen nimmt dem ungeborenen Kind das Leben, damit andere vermeintlich freier leben können.

Don Rupi fasst es so zusammen: „Es ist unser Leib, der gegeben werden darf für das Leben. Es ist nicht unser Leib, der entscheiden darf über Tod oder Leben.“

Die vollständige Predigt sehen Sie hier:

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