Deutschland fehlen so viele Kinder wie seit 80 Jahren nicht mehr

Traurige Bilanz für 2025

06.05.2026

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654.300 Geburten, 105.710 Schwangerschaftsabbrüche und rund 1,01 Millionen Sterbefälle gab es in Deutschland im Jahr 2025. Das geht aus den neuen Pressemitteilungen des Statistischen Bundesamts hervor. Sie werfen eine drängende Frage auf: Was bedeutet es für eine Gesellschaft, wenn rechnerisch auf gut sechs Geburten ein Schwangerschaftsabbruch kommt – und die Zahl der Sterbefälle die Zahl der Geburten um 352.000 übersteigt? Für die kommenden Jahre fällt der Ausblick des Statistischen Bundesamts nüchtern aus: „Ein künftiger Anstieg der Geburtenzahl [wäre] in Deutschland nur bei einer deutlich steigenden zusammengefassten Geburtenziffer und mindestens moderater Nettozuwanderung möglich.“

Warum fehlen so viele Kinder?

Destatis erklärt den Geburtenrückgang unter anderem mit den zahlenmäßig kleinen Geburtsjahrgängen der 1990er-Jahre, die nun das wichtige fertile Alter Anfang 30 erreichten. Außerdem sei die seit 2022 sinkende zusammengefasste Geburtenziffer ausschlaggebend.

Doch auch die Zahl der Schwangerschaftsabbrüche bleibt hoch – trotz eines leichten Rückgangs im Vergleich zu 2024. Das bedeutet: In Deutschland sind mehr als hunderttausend ungeborene Kinder in einem einzigen Jahr nicht zur Welt gekommen. Laut Destatis erfolgten 96 Prozent der im Jahr 2025 gemeldeten Schwangerschaftsabbrüche nach der sogenannten Beratungsregelung. Lediglich vier Prozent wurden mit medizinischen Gründen oder Sexualdelikten begründet. Außerdem wurde im vergangenen Jahr erstmals die Mehrheit der Schwangerschaftsabbrüche medikamentös durchgeführt. Auch diese Entwicklung ist bemerkenswert: Wenn ein Schwangerschaftsabbruch zunehmend als einfacher medizinischer Vorgang erscheint, droht das Bewusstsein für das ungeborene Kind weiter in den Hintergrund zu treten. 

Für eine Kultur des Lebens

Umso dringender ist eine Umkehr zu einer Kultur des Lebens, in der Kinder wieder als das gelten, was sie sind: ein kostbares Geschenk und eine wahre Bereicherung. Die konsequente Förderung von Ehe und Familie sowie die Ermöglichung von „HILFE statt Abtreibung“ durch Politik, Gesellschaft und Kultur wären ein gebotenes und mehr als dringend notwendiges Hoffnungszeichen für unser Land und unseren Kontinent.

 

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