04:58 Minuten für das Leben
Kristijan Aufiero im Deutschen Bundestag
Liebe Freunde und Unterstützer,
ein bekannter Abtreibungsarzt, der sich wörtlich damit brüstet, „schon lange im Geschäft“ zu sein. Eine Jura-Professorin, die immer wieder von Menschenrechten spricht – und damit aber das „Recht“ meint, das Leben von ungeborenen Menschen zu beenden.
Eine Juristin, die unbedingt vermeiden wollte, das Wort „Frauen“ in den Mund zu nehmen und stattdessen ausschließlich von „schwangeren Personen“ sprach. Wenn ich das recht verstehe, spricht man so, wenn man Angst hat, schwangere Frauen zu „diskriminieren“, die sich nicht als Frau „identifizieren“.
Und dann war da noch die langjährige Bundesvorsitzende von pro familia, die über die Beratung von Frauen im Schwangerschaftskonflikt wörtlich sagte, „dass die Beratung in der Regel keine Rolle spielt. Die meisten Frauen sind entschieden, ob sie eine Schwangerschaft austragen wollen oder nicht“.
Ein sehr bemerkenswerter Satz aus dem Munde einer Frau, die bis vor kurzem die Bundesvorsitzende des größten staatlich finanzierten Beratungsangebots für Frauen im Schwangerschaftskonflikt in Deutschland war. Es braucht nicht viel Vorstellungskraft, um sich die Qualität der Beratung auszumalen, die sich aus dieser Haltung ergibt.
Wenig Zeit für Schwangere in Not
Diese „Positionen“ beschreiben den vorherrschenden Grundton und bildeten den Rahmen der gestrigen Anhörung, in der ich 4 Minuten und 58 Sekunden lang die Gelegenheit hatte, für die Anliegen von Schwangeren in Not und ihren ungeborenen Kindern einzustehen.
Das ist nicht viel Zeit. Ich hatte mehrere aktuelle Anfragen aus unserer Beratung vorbereitet, die ich gerne vorgetragen hätte. Inmitten der vielen technokratischen und eiskalten Ausführungen über die „Versorgungslage bei Schwangerschaftsabbrüchen“ – die einem teilweise das Blut in den Adern gefrieren ließen – hätten ein paar Einblicke in die reale Situation von Schwangeren in Not sicher gut getan. Es kam leider nicht mehr dazu.
HIER können Sie meine Stellungnahme nachhören, falls Sie gestern keine Gelegenheit hatten, den Livestream zu verfolgen.
Und Sie können sehen, wie empathielos dort über das „Angebot“ und die „Versorgung“ mit Abtreibungen diskutiert wurde. Die bitterkalte Vehemenz, mit der die unbeschränkte, prinzipielle Legalisierung von Abtreibung eingefordert wurde. Eine Sprache, die zum Teil so ideologiebeladen und entstellt ist, dass kaum noch zu verstehen ist, dass es hier um die Abtreibung ungeborener Kinder geht.
Um ganz ehrlich zu sein: Es wird noch eine Weile dauern, bis ich all das „verarbeitet“ und gründlich darüber nachgedacht haben werde, welche Konsequenzen aus all dem zu ziehen sind.
Fest steht: Schwangere in Not und ihre ungeborenen Kinder haben nicht mehr viele Freunde bei Sachverständigen-Anhörungen, in Parlamenten und an Hochschulen. Und fest steht auch: Ihr und unser Gebet, unsere Unterstützung und die Beratung und Hilfe, die wir diesen Frauen gemeinsam ermöglichen – sie sind dringender und notwendiger als je zuvor.
Unser gemeinsames Zeugnis
Ich denke nach wie vor, dass es gut und richtig war, nach Berlin zu fahren. Wir haben unsere Stimme für Recht und Wahrheit erhoben. Wir haben der Ideologie der Neutralität und dem leeren Gerede von Selbstbestimmung die Stirn geboten, die in Wirklichkeit unterlassene Hilfeleistung sind. Wir haben viele, die es nicht gerne hören, daran erinnert, dass der schnellste und kürzeste Weg zur Abtreibung KEINE Hilfe ist, sondern das Gegenteil.
In den Protokollen und Unterlagen des Deutschen Bundestags findet sich seit gestern auch unsere schriftliche Stellungnahme für den Gesundheitsausschuss. Ein Dokument, das Ihr und unser Zeugnis für den bedingungslosen Respekt und die Unantastbarkeit der Würde des Menschen auf Dauer festhalten und bewahren wird.
Lassen Sie uns diese Stellungnahme, lassen Sie uns diese Anhörung zu einem neuen Ausgangspunkt machen. Zu einem neuen Aufbruch für das Leben. Bitte lassen Sie uns nicht nachlassen in unserem Kampf und in unserem Ringen für Schwangere in Not und für ihre ungeborenen Kinder. Diese Frauen und Kinder brauchen Sie und uns.
Lassen Sie uns auf diese Anhörung mit noch mehr Nächstenliebe, noch mehr Hilfe und noch mehr Unterstützung antworten – solange, bis auch die letzte Abtreibung überflüssig geworden ist und sich niemand mehr Sorgen machen wird um die „Versorgungslage bei Schwangerschaftsabbrüchen“! ;-)
Ich danke Ihnen dafür von ganzem Herzen! Und danken möchte ich Ihnen auch für all die vielen Gebete und Zeilen der Verbundenheit, die mich in den letzten Tagen erreicht und mich im Bundestag spürbar begleitet haben!
Herzlichst
Kristijan Aufiero
Hier finden Sie die Stellungnahme, in der Sie unsere gesamte Argumentation in dieser Sache noch einmal im Detail nachvollziehen und an Ihre Bekannten und Mitbeter weiterleiten können.
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