Süd-Tiroler Freiheit: Land soll Adoption als Alternative zur Abtreibung fördern
Beschlussantrag in Bozner Landtag
BOZEN - Die Partei Süd-Tiroler Freiheit hat im Bozner Landtag einen Beschlussantrag eingereicht, mit dem die Möglichkeit der Adoption in Südtirol gefördert werden soll.
Die Partei bemängelt, dass die Kosten für eine Abtreibung von der öffentlichen Hand übernommen würden – bei 517 Abtreibungen im Jahr 2015 von nicht medizinisch induzierten waren das demnach mehr als eine Million Euro –, die Adoption jedoch nicht gefördert werde.
Der Initiator und Landtagsabgeordnete Bernhard Zimmerhofer forderte die Landesregierung auf, Maßnahmen zur Sensibilisierung für die Adoption zu starten. „Dafür soll mindestens derselbe jährliche Betrag wie jener für freiwillige Schwangerschaftsabbrüche bereitgestellt werden.“
In Südtirol lag die zusammengefasste Geburtenziffer 2022 bei 1,72 Kindern je Frau. Der Geburtensaldo, also die Zahl der Lebendgeburten abzüglich der Sterbefälle, lag 2021 bei nur noch 193. 1975 betrug der Wert noch 2.781. Der Saldo soll laut Zimmerhofer wieder ansteigen.
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