Fehldiagnose einer Ärztin: Wie ChatGPT eine verzweifelte Schwangere wieder glücklich machte
Schock-Diagnose beim Ultraschall
Eine ärztliche Fehleinschätzung versetzte die bereits zweifache Mutter und Journalistin Polina Pompliano in große Angst um ihre ungeborenen Zwillinge. Erst durch ihre eigenen Nachforschungen und mithilfe von ChatGPT schöpfte sie neue Hoffnung. Wie Live Action berichtet, hatte die behandelnde Ärztin bei einer Ultraschalluntersuchung zunächst eine folgenschwere Diagnose gestellt.
Bei dem Arzttermin erfuhr Pompliano, dass sie eineiige Zwillinge erwartete. Doch die Freude bei ihr und ihrem Mann währte nicht lange. Trotz längerer Suche konnte die Ärztin auf den Ultraschallbildern keine Trennmembran zwischen den beiden Babys erkennen. Eine solche Membran trennt die Fruchtblasen der Zwillinge voneinander. Fehlt sie, kann die Schwangerschaft mit erheblichen Risiken verbunden sein, insbesondere durch mögliche Nabelschnurverwicklungen und andere schwerwiegende Komplikationen. Die Ärztin stufte Pomplianos Schwangerschaft deshalb als besonders risikoreich ein und erklärte ihr, dass sich die meisten Menschen in einer solchen Situation für einen Schwangerschaftsabbruch entscheiden würden. Eine Aussage, die Pompliano nach eigenen Angaben bis heute Albträume bereitet. Völlig verängstigt und mit dem Gefühl, „zusammenbrechen zu müssen“, kehrte sie nach Hause zurück.
Ein zweiter Blick auf die Ultraschallbilder verändert alles
Dort verspürte die Journalistin plötzlich den Drang, sich die Ultraschallbilder selbst noch einmal anzusehen. Mit ihrem „nicht-ärztlichen Auge“, wie sie später in einem Interview erklärte, entdeckte sie eine schwache, gebogene Linie. Diese schien auf mehreren Aufnahmen sichtbar zu sein. Noch ungläubig begann Pompliano zu recherchieren und verglich ihre Ultraschallbilder mit Aufnahmen anderer Zwillingsschwangerschaften, bei denen eine Trennmembran vorhanden war. Dabei konnte sie keinen entscheidenden Unterschied erkennen. Schließlich lud sie ein Ultraschallbild bei ChatGPT hoch und bat die Künstliche Intelligenz um eine Einschätzung. Die Antwort bestärkte ihren Verdacht: Auf dem Bild schien tatsächlich eine Trennmembran zwischen den beiden Babys zu erkennen zu sein.
Pompliano wandte sich daraufhin erneut an ihre Ärztin, die schließlich einräumte, die mögliche Membran übersehen zu haben. Nach einem Arztwechsel bestätigte ein Spezialist die Beobachtung. Die Schwangerschaft verlief unter engmaschiger medizinischer Überwachung gut. Im September 2025 kamen ihre beiden Söhne gesund zur Welt. Inzwischen sind die Zwillinge ein Jahr alt.
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