USA: Umweltbehörde untersucht mögliche Rückstände von Abtreibungsmedikamenten im Trinkwasser
Abtreibungsmedikamente im Trinkwasser?
Die US-amerikanische Umweltbehörde EPA hat eine neue Untersuchung gestartet, bei der das Trinkwasser auf Rückstände von mehr als 1.400 chemischen Substanzen überprüft werden soll. Dazu gehören auch die Abtreibungsmedikamente Mifepriston und Misoprostol, wie MSN berichtet. Die im September angekündigte Untersuchung sorgt nun für politische Kontroversen, wie die Society for the Protection of Unborn Children berichtet.
Am 15. Oktober wandten sich 47 demokratische Senatoren, darunter Chuck Schumer und Patty Murray, in einem Schreiben an EPA-Chef Lee Zeldin. Sie forderten, die beiden Wirkstoffe von der Untersuchungsliste zu streichen. Ihrer Ansicht nach sei die Entscheidung politisch motiviert und wissenschaftlich nicht ausreichend begründet.
Lebensschutzorganisationen kritisieren diesen Vorstoß. Michael Robinson, Geschäftsführer der britischen Organisation SPUC, betonte, dass mögliche Umweltbelastungen zunächst wissenschaftlich untersucht werden müssten, bevor sich Risiken beurteilen ließen.
Bislang gibt es keine gesicherten Erkenntnisse darüber, ob Abtreibungsmedikamente in gesundheitsschädlichen Konzentrationen im Trinkwasser vorkommen. Die Untersuchung soll dazu beitragen, diese offene Frage wissenschaftlich zu klären.
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