Rekordzahlen: Über 10.000 Menschen beim March for Life in London
„Wir alle können etwas bewirken – jeder einzelne Mensch hier.“
London. Mehr als 10.000 Menschen sind am 5. September beim diesjährigen March for Life durch das Londoner Regierungsviertel Westminster gezogen – so viele wie nie zuvor. Familien mit Kindern, Jugendliche, Senioren, Geistliche und Menschen unterschiedlichster Konfessionen setzten gemeinsam ein sichtbares Zeichen für den Schutz des Lebens, wie March for Life UK berichtet.
Schon am Vormittag bildeten sich lange Schlangen vor dem Emmanuel Centre. Dort erwartete die Teilnehmer ein vielseitiges Programm mit Angeboten für Familien sowie Vorträgen und Diskussionsrunden. Der christliche Autor und Wissenschaftler Dr. Aaron Edwards sprach über die gesellschaftliche Bedeutung einer lebensbejahenden Kultur. „Es gibt eine Kultur der Angst davor, Kinder zu bekommen“, sagte er. „Die Abtreibungsindustrie gedeiht, weil wir Kinder als Fluch und nicht als Segen betrachten.“
Am frühen Nachmittag setzte sich der Marsch durch Westminster in Bewegung. Unter Fahnen, Bannern und Pro-Life-Plakaten zogen die Teilnehmer bis zum Parliament Square. Auch der Erzbischof von Southwark schloss sich dem Marsch an: „Ich bin hier, weil ich an das Recht auf Leben glaube und Zeugnis für das Evangelium des Lebens ablegen möchte. Unser Land muss diese Botschaft hören.“
Auf der Abschlusskundgebung berichteten mehrere Redner von persönlichen Erfahrungen mit Abtreibung, Verlust und gesellschaftlichem Druck. March-for-Life-Mitorganisatorin Isabel Vaughan-Spruce erinnerte die Teilnehmer daran, sich trotz Widerständen nicht entmutigen zu lassen: „Wir alle können etwas bewirken – jeder einzelne Mensch hier.“
Gerade die Rekordbeteiligung machte diese Hoffnung sichtbar. Mehr als 10.000 Menschen zeigten mitten im politischen Zentrum Londons: Die Stimme für das Leben wird nicht leiser – sie wird stärker. Wo Menschen gemeinsam für Mütter, Familien und ungeborene Kinder eintreten, wächst eine Kultur, in der jedes Leben willkommen sein darf.
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