Unheilbar kranke Labour-Abgeordnete kritisiert Gesetzentwurf zur Sterbehilfe

Großbritannien

29.05.2026

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Mehrere hundert Schuhe wurden bei einem Gegenprotest im September 2025 vor dem britischen Parlament platziert. Sie sollten an die Opfer von assistiertem Suizid erinnern. Copyright by IMAGO / ZUMA Press Wire IMAGO / ZUMA Press Wire

Ashley Dalton trat im März mit 53 Jahren von ihrem Amt als britische Gesundheits-Staatssekretärin zurück. Der Grund: Bei der Labour-Abgeordneten wurde eine unheilbare, metastasierte Brustkrebserkrankung diagnostiziert. Nun äußert sich Dalton im Guardian kritisch zu dem zuletzt heftig diskutierten Sterbehilfe-Gesetzentwurf für England und Wales. Der Entwurf hätte assistierten Suizid für schwerkranke Erwachsene legalisiert, wenn ihre Lebenserwartung voraussichtlich weniger als sechs Monate beträgt.

Gesetzentwurf sei „eine ziemlich gefährliche Angelegenheit“

In dem Artikel schildert Dalton, wie belastend es für sie gewesen sei, die Debatten im Parlament zu verfolgen — im Wissen um ihre eigene schwere Diagnose, ohne öffentlich darüber sprechen zu können. Dalton hält den Gesetzentwurf für „eine ziemlich gefährliche Angelegenheit“ und bezieht ihre Kritik vor allem auf dessen aus ihrer Sicht mangelhafte Ausarbeitung. Sie betont: „Es ist unsere Verantwortung als Mitglieder des Parlaments, gute Gesetze zu erlassen. Und das bedeutet Detailgenauigkeit, es bedeutet Präzision. Es bedeutet sicherzustellen, dass unser Handeln keine unbeabsichtigten Folgen hat, die einige der schutzbedürftigsten Menschen betreffen.“

Am 24. April 2026 lief dem Vorhaben im Oberhaus die Zeit davon; eine endgültige Abstimmung fand nicht statt. Ein neuer Debattentermin ist derzeit nicht angesetzt, Befürworter wollen das Gesetz jedoch in der nächsten Sitzungsperiode erneut einbringen.

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