Impuls zum Gebetsbrief
Liebe Beterin, lieber Beter
Es ist ein zutiefst tröstliches und Geborgenheit vermittelndes Bild: Der gute Hirte, der seine Schafe einzeln beim Namen ruft, ihnen vorausgeht und sie auf gute Weide führt (Joh 10, 1-10). Alles, was die Schafe tun müssen, ist: die Stimme ihres Hirten (er-)kennen, auf sie hören und ihr folgen. Ist die Vorstellung, wie ein Schaf seelenruhig und in blindem Vertrauen hinter seinem Hirten hertrottet, nicht anrührend und bewegend?
Im übertragenen Sinne bedeutet dieses Bild, dass wir Menschen um die Stimme Gottes wissen, sie kennen, ihr vertrauen und ihr folgen. Nicht nur «theoretisch», sondern ganz praktisch im konkreten Leben, im Alltag, in den Entscheidungen, die wir zu treffen haben. Und auch, wenn wir diese Stimme nicht hören wie die anderen Stimmen und Geräusche um uns herum, so gibt es einen Ort, an dem wir die Stimme Gottes «hören» und vernehmen können: In der Stimme unseres Gewissens. In dem intuitiven Empfinden oder dem – vielleicht manchmal langen und gewissenhaften – Abwägen darüber, was gut und richtig ist. In dem inneren Frieden, den wir empfinden, auch inmitten stürmischer Zeiten oder schwerer Herausforderungen, die wir zu bewältigen haben.
«Unsere» Schwangeren sprechen und schreiben immer wieder davon, dass sie hinsichtlich ihrer Entscheidung für das Leben keine Zweifel mehr haben, dass sie wissen, das absolut Richtige getan zu haben. Dass sie inneren Frieden gefunden haben und «gottfroh» sind, dass sie ihrem Baby das Leben schenken konnten. Diese Schwangeren sind der Stimme ihres Gewissens gefolgt. Diese Schwangeren haben im Grunde auch die Stimme ihres Hirten gehört, der sie «auf fruchtbare Weide» und zum «Ruheplatz am Wasser» geführt hat. In ihrem Vertrauen in das Leben sind sie dem gefolgt, der «das Leben» schlechthin ist. Sie haben in dieser befreienden Erfahrung, trotz allem und letztendlich das Richtige getan zu haben, in diesem puren Glück, das es bedeutet, sein Kind in die Arme schliessen zu dürfen, eine Vorahnung des «Lebens in Fülle» erlebt, das denen verheissen ist, die dem guten Hirten und Seiner Stimme folgen.
Sie haben durch Ihre Gebete ermöglicht, diesen Mutterherzen durch Beratung und Hilfe den Mut zu geben, den sie brauchten, um der Stimme ihres Herzens – und damit der Stimme Gottes – zu folgen. Ich danke Ihnen sehr dafür.
DANKE FÜR IHR GEBET:
Leandra*, für die wir im Februar gebetet haben, hat sich wieder gemeldet. Sie war sehr eingespannt und deshalb nicht zum Schreiben gekommen. Sie schrieb, dass sie ihr Kind bekommen möchte und sich inzwischen auf die Ankunft ihres Babys vorbereitet.
Helena hat sich ebenfalls für ihr Kind entschieden, nachdem sie eine Abtreibung nicht übers Herz gebracht hat. Sie spürt zwar noch keine Freude, geht aber entschieden ihren Weg.
Natascha wollte ihr Baby bekommen und hatte bereits Pläne geschmiedet. Sie hatte sich vorgenommen, sich von niemandem von ihrer Entscheidung abbringen zu lassen. Leider erlitt sie dann eine Fehlgeburt.
Laura hat sich vermutlich für ihr Kind entschieden. Allerdings ist der Kontakt zur Profemina-Beraterin noch während der Entscheidungszeit abgebrochen.
Auch Annarita und Madlen haben sich leider nicht mehr gemeldet und es ist unklar, wie sie sich entschieden haben. Madlen schrieb nach dem letztmöglichen Termin zur Abtreibung auf Nachfrage der Beraterin, dass sie nicht darüber sprechen möchte, wie es ihr geht.
Sehr herzliche Grüsse und weiter fest im Gebet verbunden
Ihr
PS: Der 1000plus-Muttertag naht! Bitte beten Sie, dass er für viele 1000plus-Mamas zu einem einzigartigen, unvergesslichen Moment der Wertschätzung werden kann, so wie für Veronika*:
«Das ist ehrlich gesagt die einzige Aufmerksamkeit, die ich bekomme. Das mit dem Muttertag ist nach wie vor nicht so präsent bei mir, weil ich alles alleine stemme. Mein Leben hat sich mit Elisa wirklich komplett gewandelt. Bin so, so froh über meine Entscheidung für das neue Leben, es hat einfach alles mehr Sinn :-)»
*Die Namen und alle persönlichen Angaben wurden geändert.