Aktive Sterbehilfe für Kinder in Holland
„Alles daran ist falsch. Es ist ein absolut falscher Weg.“
Seit dem 1. Februar 2024 ist in dem Niederlanden aktive Sterbehilfe für Kinder unter zwölf Jahren erlaubt. Diese neue Gesetzeslage hat die Deutsche Palliativstiftung als eine „inakzeptable Entscheidung gegen das Leben“ kritisiert. Deren Vorstandsvorsitzender Thomas Sitte antwortete in einem Interview mit dem Nachrichtenportal t-online auf die Frage, was falsch daran sei, sterbenskranken, schwer leidenden Kindern einen schnelleren Tod zu ermöglichen, wenn sie und ihre Eltern das wünschten: „Alles daran ist falsch. Es ist ein absolut falscher Weg.“
Es sei, so der Palliativmediziner Sitte, falsch gewesen, die „aktive Tötungshilfe“ überhaupt erlaubt zu haben. Die Ausdehnung auf Kinder unter zwölf Jahren, wie jetzt geschehen, sei nur der „letzte Schritt zu ihrer Normalisierung“. Sitte unterstrich: „Jemandem aktiv das Leben zu nehmen, ist töten. Was ich als Palliativmediziner dagegen tue, ist, den Menschen mithilfe von Therapien Lebensqualität geben – selbst im Sterben.“
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