Ärzte kritisieren: Abtreibung ist zu einem Mittel der Geburtenkontrolle geworden
Ärzte für den Lebensschutz
INNSBRUCK - Ein Zusammenschluss von Tiroler Lebensschutz-Ärzten sagt in einer Stellungnahme, dass man nicht sagen könne, der „Zugang zu Abtreibung“ sei „schwierig“, berichtet das katholische Onlinemedium kath.net.
Die Stellungnahme des Tiroler Ärzteforums bezieht sich auf die aktuelle Abtreibungsdebatte im österreichischen Bundesland Tirol. Dort gibt es aktuell „nur“ einen Arzt, der Abtreibungen durchführt. SPÖ und Grüne fordern, dass Schwangerschaftsabbrüche auch auf dem öffentlichen Klinikgelände möglich werden.
Das Tiroler Ärzteforum kommentiert die Situation folgendermassen: „Wir sollten uns gesellschaftlich eher Gedanken darüber machen, ob wir uns das leisten können, dass in Österreich etwa jedes 3. Kind nicht auf die Welt kommt“.
Es sei „schwer vorstellbar“, dass jede dritte Schwangerschaft eine Notlage bedeute. Abtreibung sei in den letzten Jahrzehnten vielmehr zu einem Mittel der Geburtenkontrolle geworden. Allein in Tirol gibt es etwa 2.000 Abtreibungen bei 7.500 Geburten im Jahr.
Die Mitglieder des Tiroler Ärzteforums sehen sich dem Hippokratischen Eid verpflichtet und beziehen Position für das Leben von Beginn bis zum natürlichen Ende.
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