Ärzteforum Salzburg gegen Sparpolitik bei Schwangerschaftsberatung
Salzburg
Wie Kathpress berichtet, spricht sich das „Salzburger Ärzteforum für das Leben“ in einer öffentlichen Stellungnahme gegen mögliche Einsparungen bei Schwangerschaftsberatungen aus. Das Salzburger Ärzteforum ist ein Zusammenschluss von Ärzten und medizinischen Fachpersonen in Österreich, die sich für den Schutz des menschlichen Lebens von der Empfängnis bis zum natürlichen Tod einsetzen. Unterstützung für Schwangere dürfe nicht zurückgestellt werden, so das Ärzteforum. Die im österreichischen Regierungsprogramm angekündigten Informationskampagnen sollten daher umgesetzt werden. Zahlen und Motive für Abtreibungen aus den letzten 20 Jahren lägen vor. Es gebe Möglichkeiten, die Zahl der Schwangerschaftsabbrüche und damit auch „eine sich zuspitzende demografische Schieflage“ nachhaltig zu reduzieren.
Mehr Unterstützung statt erleichterter Abtreibung
In der Debatte werden auch Vorschläge von Christian Fiala, Leiter der Gynmed-Ambulanzen, eingebracht. Fiala setzt sich seit Jahren für eine stärkere Verfügbarkeit von Schwangerschaftsabbrüchen ein. Seine Einrichtungen, von denen eine ihren Standort in Salzburg hat, sind auf Abtreibungen spezialisiert. Zu Fialas Vorschlägen zählen etwa kostenlose Verhütung, ein rezeptfreier medikamentöser Schwangerschaftsabbruch sowie eine Ausweitung niederschwelliger Abtreibungsangebote mit Finanzierung durch die Krankenkassen. Das Salzburger Ärzteforum betont, dass es mehr stattdessen mehr Unterstützung und Beratung für Frauen im Schwangerschaftskonflikt brauche.
Positiv verwies Salzburger Ärzteforum in seiner Stellungnahme auf eine Petition der Initiative #Salzburgfairändern für mehr Datenerhebung und Unterstützung von Schwangeren.
Schwangerschaftsabbrüche in Zahlen
700 bis 900 Abtreibungen werden laut den „Salzburger Nachrichten“ im Bundesland Salzburg pro Jahr durchgeführt. 743 waren es allein im Jahr 2024. Frauen mit einem oder mehreren Kindern lassen häufiger einen Schwangerschaftsabbruch vornehmen als kinderlose Frauen. Auch Frauen über 40 entscheiden sich häufiger gegen ein Kind als Jugendliche unter 19 Jahren.
Hilfe statt Abtreibung
Unterzeichnen Sie die 1000plus-Petition und stellen Sie sich an die Seite von Schwangeren in Not:
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