Papst Leo XIV. als Verteidiger des Lebens in Lourdes

„Die Medizin darf niemals zum Gehilfen des programmierten Todes werden“

07.10.2026

Papst Leo XIV. grüßt die Gläubigen in Lourdes
Papst Leo XIV. zu Besuch in Lourdes Copyright by © IMAGO / MAXPPP © IMAGO / MAXPPP

Papst Leo XIV. hat sich bei seinem Besuch im französischen Wallfahrtsort Lourdes mit eindringlichen Worten für den Schutz des menschlichen Lebens ausgesprochen, wie Vatican News berichtet. Vor Kranken, Ärzten und Helfern warnte er davor, die Tötung von Menschen unter dem Deckmantel des Mitgefühls zu legitimieren.„Der Versuchung, unter dem Vorwand falschen Mitleides das Leben zu beenden, muss gerade im Namen dieser unveräußerlichen Würde des Menschen entschieden widerstanden werden“, sagte der Papst im Accueil Notre-Dame. Seine Botschaft war unmissverständlich: „Es ist unmöglich, das Herbeiführen des Todes als normal anzusehen. Was legal ist, ist nicht zwangsläufig auch sittlich erlaubt.“

Die Worte Leos fallen in eine Zeit, in der Frankreich den assistierten Suizid gesetzlich zugelassen hat, wie 1000plus berichtet. Der Papst erinnerte dagegen an die unverlierbare Würde jedes Menschen – unabhängig von Krankheit, Alter oder Leistungsfähigkeit.

„Kein menschliches Gesetz darf euch die Gewissheit eurer Würde nehmen“, sagte Leo an die Kranken gerichtet. Der Mensch sei allein deshalb würdig, weil er existiere. Niemand sei in den Augen Gottes unsichtbar. Dann formulierte Leo einen der stärksten Sätze seiner Rede: „Die Medizin darf niemals zum Gehilfen des programmierten Todes werden!“

Zum Abschluss seines Besuchs brachte der Papst seine Botschaft noch einmal auf einen einfachen Satz: „Das Leben ist schön und kostbar, lasst euch nicht entmutigen.“

Dieser Einsatz für die Würde des Menschen endet für die Kirche nicht erst am Krankenbett. Er gilt vom ersten Augenblick des Lebens an. Wenn der Papst betont, niemand dürfe „auf der Grundlage von labortechnischen Algorithmen über das Leben eines bestimmten Embryos“ entscheiden, dann betrifft seine Mahnung auch den Schutz ungeborener Kinder. Die Botschaft von Lourdes ist damit umfassend: Menschliches Leben darf weder an seinem Anfang noch an seinem Ende nach Nützlichkeit, Gesundheit oder Lebensumständen bewertet werden.

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