GB 8/2022

 

Liebe Beterin, lieber Beter, 

„Was kann ich konkret tun, um Schwangeren in Not beizustehen, um sie und ihre ungeborenen Kinder vor der Abtreibung zu bewahren?“ Diese Frage begegnet mir immer wieder in vielen Gesprächen. Und sie wird für Viele immer drängender angesichts der beklemmenden Tatsache, dass politisch alles unternommen wird, um Schwangeren in Not die Abtreibung als selbstverständliche Lösung im Schwangerschaftskonflikt und flächendeckend „anzubieten“, anstatt mehr Hilfe und Unterstützung für ein Leben mit Kind zur Verfügung zu stellen.

„Was kann ich tun?“ Als ich vor kurzem das Evangelium vom Besuch Jesu bei Marta und Maria in Bethanien (Lk 10,38 ff) hörte, musste ich wieder genau an diese Frage denken. Um Jesus Christus – dem Leben schlechthin – zu dienen, wählten Marta und Maria zwei unterschiedliche Wege: Marta das konkrete Tun und Handeln, Maria das Gebet, das Hören auf Gottes Wort. Marta wählte die Aktion, Maria die Kontemplation.

Mit Seiner Antwort auf Martas Bitte „Sag ihr doch, sie soll mir helfen“ führt Christus im Grunde beide Wege zusammen: „Der gute Teil“, den Maria gewählt hat und der ihr nicht genommen werden soll, die Kontemplation, nennt Er „notwendig“, also unverzichtbar. Ich glaube, dass es dem Herrn nicht darum geht, Aktion und Kontemplation gegeneinander auszuspielen. Sondern Er führt uns vor Augen, dass beides „notwendig“ zusammengehört: All unsere Aktivitäten sollen durch das Gebet, durch den Blick auf Gott, der Leben ist und Leben schenkt, geprägt und durchdrungen sein. Denn es ist nicht unser Tun überflüssig, wohl aber die „vielen Sorgen“, die uns beständig dabei umtreiben, uns überfordern und unsere Kräfte rauben.

Und genau hierin liegt auch die Antwort auf die Frage, was wir gemeinsam für die vielen verzweifelten Schwangeren und ihre Babys tun, wie wir „dem Leben dienen“ können. Unverzichtbar ist das gemeinsame, beständige Gebet, in dem wir den Blick auf Gott richten und Ihm „unsere“ Schwangeren, ihre Nöte, Unsicherheiten, ihre Lebenssituationen und Ängste anempfehlen.

Mit diesem Gottvertrauen können wir dann zuversichtlich „ans Werk gehen“: Sei es durch die konkrete Hilfe im Alltag einer Schwangeren; sei es durch das furchtlose Eintreten für die Kultur des Lebens im eigenen Umfeld; durch das Verbreiten der Botschaft vom Wert und der Schönheit eines jeden Lebens in der Gemeinde oder im Freundes- und Bekanntenkreis; sei es durch die persönliche finanzielle Spende, durch die Sie die lebensrettende Information, Beratung und Hilfe überhaupt erst möglich machen, die tausende Schwangere für sich und ihre ungeborenen Kinder so dringend brauchen, aber kaum noch finden können.

Liebe Beterin, lieber Beter Danke, dass Sie – wie Marta und Maria – ganz im Sinne Jesu durch Ihr Gebet und Ihre konkreten Werke dem Leben dienen.

Danke, dass Sie für Karola gebetet haben. Sie hat sich für ihr viertes Kind entschieden und hofft, dass sie und ihr Partner einen kleinen Anbau für mehr Platz genehmigt bekommen.

Auch Melanie hat Ja zu ihrem Baby gesagt, dann aber leider eine Fehlgeburt erlitten.

Karins Baby, bei dem Trisomie 18 diagnostiziert wurde, ist leider im Mutterleib verstorben, worunter Karin jetzt sehr leidet.

Josefa und Lara sind leider den Weg der Abtreibung gegangen.

Herzliche Grüße und fest im Gebet verbunden

Ihr          

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Dr. Markus Arnold

 

PS: Immer mehr Schwangere in Not wenden sich Tag für Tag an uns. Zur Zeit beraten wir im Schnitt rund 500 Frauen pro Tag! Daher bitte ich Sie heute besonders um Ihre Unterstützung: Bitte helfen Sie mit, neue Beter und Spender zu gewinnen und Menschen zu mobilisieren, um gerade in dieser herausfordernden Zeit für das Leben einzutreten und tatkräftig „Hilfe statt Abtreibung“ zur Verfügung zu stellen. Schwangere in Not und ihre ungeborenen Babys brauchen mehr denn je Ihre Gebete, Ihre finanziellen Gaben und Ihre Unterstützung!