Die fünf 1000plusNEWS des Monats Mai
Fünf Nachrichten für das Leben
Zum Wochenende möchten wir Ihnen fünf 1000plusNEWS senden, die Sie mit unserer neuen Vorlesefunktion auch bequem anhören können.
Drei klare Argumente für das Leben
In einer aktuellen Predigt erzählt der österreichische Priester Don Rupi von einer Begegnung mit einer 17-jährigen jungen Frau, die überraschend schwanger geworden war. Als er Claudia, deren Name anonymisiert wurde, zu Hause besuchte, traf er nicht nur sie, sondern auch ihren Freund und dessen Eltern. Alle waren fest davon überzeugt, dass eine Abtreibung der richtige Weg sei.
Drei Argumente für das Leben
Aus dem Gespräch greift Don Rupi drei Gedanken auf, die in der Abtreibungsdebatte immer wieder begegnen:
- „Die Mutter entscheidet allein.“
Don Rupi hält dagegen, dass der Schutz von Kindern sonst selbstverständlich Aufgabe der ganzen Gesellschaft ist: Jugendamt, Gerichte, Schulen, Polizei und viele andere Institutionen tragen Verantwortung für das Wohl von Kindern. Warum, fragt er, solle ausgerechnet das ungeborene Kind davon ausgenommen sein? „Warum können wir die ganze Verantwortung über das Leben auf die Mutter allein abwälzen?“ - „Ein Kind muss gewollt sein.“
Auch diese Vorstellung hinterfragt der Priester kritisch. Ob ein Kind leben darf, dürfe nicht von einer Momentaufnahme abhängen. Gerade in der ersten Überforderung könne sich vieles noch ändern – wenn Hilfe, Annahme und Ermutigung dazukommen. Zugleich erinnert Don Rupi daran, dass jedes Kind fehlt, das nicht geboren werden darf: „Wirtschaft, Gesellschaft und Kirche sind auf der Suche nach Menschen wie nie zuvor, die überall fehlen.“ - „Unter schwierigen Umständen ist eine Geburt unverantwortlich.“
Auch diesem Argument widerspricht Don Rupi. Es sei nicht unverantwortlich, als junger Mensch ein Kind zur Welt zu bringen, wenn man ihm vermeintlich noch nichts bieten könne. Gerade in Claudias Fall sei Hilfe ganz konkret vorhanden gewesen: Ihre eigene Mutter hätte laut Don Rupi sogar ihren Beruf aufgegeben, um für das Baby da zu sein. Zudem verweist er darauf, dass Österreich eines der besten Sozialsysteme weltweit habe – ohne Krieg, Hunger, Terror oder existenzielle Not.
„Das ist mein Leib“ – für das Leben
Den eindringlichsten Gedanken formuliert Don Rupi am Ende seiner Predigt. Er vergleicht den bekannten Pro-Choice-Slogan „Mein Körper, meine Entscheidung“ mit den Worten Jesu in der Eucharistie: „Das ist mein Leib, der für euch hingegeben wird.“ Das ist offensichtlich ein radikaler Gegensatz: Christus gibt seinen Leib hin, damit andere leben. Die Logik der Abtreibung dagegen nimmt dem ungeborenen Kind das Leben, damit andere vermeintlich freier leben können.
Don Rupi fasst es so zusammen: „Es ist unser Leib, der gegeben werden darf für das Leben. Es ist nicht unser Leib, der entscheiden darf über Tod oder Leben.“
Teilnehmerrekord beim 6. Münchner Marsch fürs Leben
MÜNCHEN. Der diesjährige 6. „Münchner Marsch fürs Leben" hat einen neuen Teilnehmerrekord verzeichnet. Der Veranstalter geht laut IDEA von 7.000 Teilnehmern aus, während die Polizei die Zahl auf 4.500 schätzt.
Der Verein Stimme der Stillen, der den Münchner Marsch fürs Leben jedes Jahr organisiert, wertete die hohe Beteiligung als starkes Signal – gerade in einer Zeit, in der die politischen und gesellschaftlichen Forderungen nach einer weiteren Liberalisierung von Abtreibung und Sterbehilfe zunehmen. Wie massiv das Lebensrecht ungeborener Kinder derzeit bedroht ist, zeigt auch ein aktueller Antrag der Grünen: Zur dessen Anhörung war am vergangenen Mittwoch 1000plus-Gründer und Geschäftsführer Kristijan Aufiero nach Berlin gereist, um Stellung zu nehmen (1000plus berichtete). Die Grünen fordern darin unter anderem, katholische Krankenhäuser zur Durchführung von Abtreibungen zu verpflichten.
Lesen Sie mehr dazu: Die Grünen wollen Abtreibung zum Zwang machen | Corrigenda
Silja Fichtner, Vorsitzende des Vereins Stimme der Stillen, hob die positive und klare Ausrichtung des Marsches hervor: „Wir haben die bessere Position als die Abtreibungsbefürworter. Wir stehen für den unbedingten Schutz des Lebens – von der Empfängnis bis zum natürlichen Ende. Vor allem aber stehen wir solidarisch an der Seite von Schwangeren und Familien in Not."
1000plus-Profemina fördert und unterstützt den Münchner Marsch fürs Leben und war mit mehreren Mitarbeitern vor Ort. Besonders bereichernd waren die vielen herzlichen und ermutigenden Gespräche mit Unterstützern von 1000plus.
Konkrete Hilfe im Mittelpunkt
Bereits die Auftaktveranstaltung war von einer hoffnungsvollen und zugleich entschlossenen Atmosphäre geprägt. So wurde ein Grußwort von Erzbischof Nikola Eterović verlesen, der den Teilnehmern im Namen von Papst Leo XIV. dafür dankte, den Stillen und Stimmlosen – insbesondere den Sterbenskranken und ungeborenen Kindern – eine Stimme zu geben.
Besonders bewegend war zudem eine Videobotschaft von Bischof Robert Barron, der im Namen der US-amerikanischen Bischöfe zur Ausdauer im Einsatz für den Lebensschutz ermutigte. Weihbischof Dr. Josef Graf und der orthodoxe Bischof Hiob Bandmann dankten den Teilnehmern persönlich vor Ort für ihr Engagement. Weitere Grußworte kamen von Kardinal Rainer Maria Woelki und Bischof Stefan Oster.
Laut Corrigenda weigerten sich hingegen sowohl der neue Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Heiner Wilmer, als auch der Erzbischof von München und Freising, Reinhard Kardinal Marx, ein Grußwort zu übermitteln.
Die beiden Hauptredner – der katholische Publizist Mathias von Gersdorff sowie die nigerianische Biomedizinerin Obianuju Ekeocha – warben für mehr Solidarität mit schwangeren Frauen und Familien in schwierigen Situationen und ermutigten die Teilnehmer, ihre Stimme für das Lebensrecht zu erheben.
Störungen und Blockaden durch Gegendemonstranten
Während des Demonstrationszuges kam es wiederholt zu lautstarken Gegenprotesten, hasserfüllten Parolen und Sitzblockaden durch Abtreibungsbefürworter. Auf der Schellingstraße musste der Zug aufgrund einer Blockade rund 45 Minuten lang unterbrochen und vorübergehend geteilt werden. Die Blockade konnte jedoch überwunden werden: Der hintere Teil wurde umgeleitet und schloss sich anschließend wieder dem vorderen Zug an.
Die Teilnehmer ließen sich die Freude nicht nehmen und riefen Parolen wie „Leben schützen laut und klar – jeder Mensch ist wunderbar!" sowie „Wir sind hier, wir stehen ein – für jedes Leben groß und klein!".
Schon jetzt steht der Termin für das kommende Jahr fest: Der 7. Münchner Marsch fürs Leben wird am Samstag, 10. April 2027, um 13 Uhr erneut auf dem Königsplatz in München stattfinden.
Weitere Informationen: www.marschfuersleben.de
Sanitäterinnen helfen Baby im Flugzeug auf die Welt
Wie die Nachrichtenagentur Associated Press (AP) berichtet, setzten bei Ashley Blair Ende April etwa eine halbe Stunde vor der Landung in Portland im US-Bundesstaat Oregon die Wehen ein. Sie war Passagierin eines Delta-Air-Lines-Flugs von Atlanta nach Portland und hatte sich auf den Weg gemacht, um für die anstehende Geburt bei ihrer eigenen Mutter zu sein. Doch die kleine Brielle Renee Blair kam zwei Wochen früher als geplant zur Welt.
Mit Decken und Schnürsenkeln improvisiert
Zufällig waren im gleichen Flugzeug auch zwei Rettungssanitäterinnen an Bord. Sie stellten fest, dass das Baby jederzeit zur Welt kommen könnte, und begannen zu improvisieren, um über mehrere Sitzplätze hinweg einen geeigneten „Geburtsbereich" zu schaffen. Weil kein Geburtshilfe-Set verfügbar war, halfen andere Passagiere mit Decken aus. Mit dem Schnürsenkel einer Flugbegleiterin banden die Sanitäterinnen die Nabelschnur ab; ein weiterer Schnürsenkel diente als Tourniquet für eine Infusion.
Dann ging die Geburt auch schon los: Brielle Renee kam mit rund 2,5 Kilogramm gesund in luftiger Höhe zur Welt. Kurz darauf landete das Flugzeug – und ein kleiner Passagier mehr als gemeldet verließ die Maschine.
Arthur erhielt risikoreiche Bluttransfusion im Mutterleib
In Großbritannien hat der ungeborene Sohn von Maisie Ransom vermutlich als eines der jüngsten Kinder weltweit eine lebensrettende Bluttransfusion im Mutterleib erhalten. Der kleine Arthur infizierte sich über seine Mutter in der 16. Schwangerschaftswoche mit Parvovirose. Die Infektion führte zu schwerer Anämie, gefährlichen Flüssigkeitsansammlungen und Herzversagen im Mutterleib, wie LifeNews berichtet.
„Ohne dieses Blut hätte er es nicht geschafft“
Im Londoner St. George’s Hospital führten Ärzte eine intrauterine Transfusion durch. Dabei erhielt der ungeborene Junge konzentrierte rote Blutkörperchen, „um die Sauerstoffversorgung wiederherzustellen und die Resorption der Flüssigkeit um Herz und Organe zu ermöglichen“. Für den Eingriff wurde eine Nadel durch die Gebärmutter der Mutter in das ungeborene Kind eingeführt. Bei Arthur brachten die Ärzte das Blut unter Ultraschallkontrolle gezielt in seine Leber ein.
„Die Erfahrung war absolut furchterregend. Der Arzt sagte, es stünde 50 zu 50, ob er es schaffen würde oder nicht“, sagte Mutter Maisie Ransom. Später erklärte sie: „Ohne dieses Blut hätte er es nicht geschafft. Seine Organe versagten. Sein Herz war vollständig von Flüssigkeit umschlossen.“
Ein Zeichen für den Schutz ungeborener Babys
Arthur wurde im Januar 2025 geboren und entwickelt sich inzwischen gut. Seine Mutter beschreibt ihn als „einen wirklich fröhlichen kleinen Jungen, der alle Entwicklungsmeilensteine erreicht“. Sein Fall zeigt eindrücklich, welche medizinischen Möglichkeiten es bereits in einem sehr frühen Stadium der Schwangerschaft gibt – und wie schutzbedürftig ungeborene Kinder schon zu diesem Zeitpunkt sind. Für Deutschland weist das Statistische Bundesamt erschütternde Zahlen aus: Im Jahr 2024 wurden 2.450 Schwangerschaftsabbrüche zwischen der 12. und 21. vollendeten Schwangerschaftswoche gemeldet – ein Zeitraum, der auch Arthurs damaliges Entwicklungsstadium umfasst.
Eminems Tochter Alaina Scott ist überwältigt von der Geburt ihres Kindes
Promiflash berichtet über die Geburt der kleinen Scottie, der Enkelin von Weltstar Eminem. Alaina Scott (33), Eminems Adoptivtochter, teilte auf Instagram emotionale Schwarz-Weiß-Fotos aus dem Kreißsaal. Mit ihren berührenden und persönlichen Worten über ihr neues Familienglück und ihren Dank an Gott setzt sie ein klares Zeichen für das Leben und die Mutterschaft:
„Wir haben einmal geblinzelt und schon ist es eine Woche her, seit wir eine Familie geworden sind, und doch fühlt es sich irgendwie so an, als hätten wir sie unser ganzes Leben lang geliebt.
Jeden Tag verändert sie sich nur ganz leicht, und es ist herzzerreißend und zugleich herzerfüllend. Ich möchte einfach, dass die Zeit stillsteht, während ich jedes Detail von ihr in mich aufnehme.
Sie kennenzulernen, sie zu lieben und einfach ihre Mama zu sein, ist ein Gefühl, das ich niemals in Worte fassen können werde, und zu sehen, wie er eine Bindung zu ihr aufbaut und sie liebt, heilt Teile von mir, von denen ich nicht einmal wusste, dass sie Heilung brauchten.
Wir haben gebetet und gebetet für dieses kleine Wunder, und ich bin einfach so verdammt dankbar, mein Scottie-Mädchen in meinen Armen zu halten. Danke, Gott 🙏"
(Übersetzung aus dem Englischen)
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