Theologin übt scharfe Kritik an kfd-Abtreibungspapier

„Sicher nicht ,katholisch'!”

25.06.2026

Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands
Vor dem Mainzer Dom versammeln sich die kfd, Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands, um auf ihr Projekt und ihre Forderungen hinzuweisen: „Tragt das Purpurkreuz“ Copyright by IMAGO / Kirchner-Media IMAGO / Kirchner-Media

Die Theologin Katharina Westerhorstmann ist Professorin für Theologie und Medizinische Ethik in Österreich. Vor Kurzem äußerte sie sich sehr kritisch zum Positionspapier der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) zum Thema Abtreibung, wie CNA berichtet.

Elf Seiten umfasst das Schreiben mit dem Titel „Zwischen Lebensschutz und Selbstbestimmung: Positionen und Perspektiven der kfd zu § 218 StGB“, welches nicht nur das „Recht auf Selbstbestimmung" der Frau, sondern auch die Etablierung von Abtreibungsangeboten in katholischen Krankenhäusern fordert. 

Dass diese Forderung im totalen Widerspruch zum katholischen Selbstverständnis der Frauengemeinschaft steht, machte die österreichische Theologin in ihrem Schreiben sehr deutlich:

„Dass sich die kfd vom eindeutigen Schutz des menschlichen Lebens an dessen Anfang verabschiedet, ist erschütternd – und ist sicher nicht ‚katholisch‘“. Des Weiteren zeigte sie einen weiteren schwerwiegenden inhaltlichen Widerspruch auf, der in den feministischen Kreisen leider weit verbreitet ist: „Trotz der Ablehnung von Autorität und Hierarchie (hier der männlichen), offenbart das Papier letztlich eine rücksichtslose Dominanz der Geborenen über die Ungeborenen.“

Hinterlassen Sie Ihre Meinung

Kommentare

Bisher keine Kommentare

Mehr zu diesem Thema