Trendwende in den USA: Immer mehr Menschen befürworten den Lebensschutz

Gallup-Umfrage

03.07.2026

March for Life
Teilnehmer am 23. Januar 2026 beim „March for Life“ in Washington, D.C. Copyright by 23.01.2026 23.01.2026

Vier Jahre nach dem wegweisenden Dobbs-Urteil zeigt eine aktuelle Gallup-Umfrage eine Trendwende in der öffentlichen Meinung der USA. Eine knappe Mehrheit der Amerikaner spricht sich, wie kath.net berichtet, für deutliche Einschränkungen von Abtreibungen aus. Das Dobbs-Urteil (Dobbs v. Jackson Women's Health Organization) ist eine historische Entscheidung des Obersten Gerichtshofs der USA (Supreme Court) vom 24. Juni 2022. Mit diesem wegweisenden Urteil wurde das seit fast 50 Jahren bestehende, landesweite „Grundrecht auf Abtreibung“ („Roe v. Wade“ Urteil von 1973) abgeschafft. 

Der Schutz des ungeborenen Lebens gewinnt in den USA wieder spürbar an Rückhalt. Laut der aktuellen Gallup-Umfrage zu Werten und Überzeugungen vom Mai 2026 spricht sich eine Mehrheit von 49 Prozent der Amerikaner dafür aus, Abtreibungen weitgehend zu verbieten oder nur in extremen Ausnahmen zuzulassen. Demgegenüber stehen 48 Prozent, die befürworten, Abtreibungen in den meisten Fällen legal zu halten. 

Nachhaltige Haltungsänderung statt Kurzzeit-Trend

Direkt nach der Aufhebung von „Roe v. Wade“ im Jahr 2022 gab es durch die massive mediale Debatte kurzzeitig ein Umfragehoch für die Befürworter von Abtreibungen (53 Prozent). Diese Phase ist jedoch vorbei: Die Unterstützung für eine weitreichende Abtreibungsfreiheit flacht kontinuierlich ab, während die Pro-Life-Haltung im Land wieder die Oberhand gewinnt. 

Die gesetzlichen Neuregelungen spiegeln diese positive Entwicklung wider. Dank der dezentralen Entscheidungsfindung durch das Dobbs-Urteil konnten bereits 19 US-Bundesstaaten starke und effektive Schutzregelunge etablieren – von Fristenregelungen bis hin zu vollständigen Abtreibungsverboten.

Themen:
,
Alle Themen

Hinterlassen Sie Ihre Meinung

Kommentare

Bisher keine Kommentare

Mehr zu diesem Thema