US-Senatoren fordern kritische Untersuchung der Abtreibungspille
USA
Die Abtreibungspille Mifepriston kann man in den USA niedrigschwellig erhalten. Mithilfe von Telemedizin – also Onlinegesprächen und digitalen Verschreibungen – wird sie bequem per Post nach Hause geschickt. Frauen können damit bis zur zehnten Schwangerschaftswoche einen medikamentösen Abbruch durchführen – ohne Beratungspflicht und ohne ärztliche Betreuung vor Ort.
Im Jahr 2023 gab es einen Höchststand: 65 % aller Abtreibungen erfolgten in den USA medikamentös. Das zeigt eine Studie des Guttmacher-Instituts.
Untersuchung gegen Hersteller eingeleitet
Aktuell wächst der politische Druck: Republikanische Senatoren haben am 25. März eine Untersuchung gegen die drei Hersteller von Mifepriston verlangt, wie der ORF berichtet. Dabei fordert der Vorsitzende des Gesundheitsausschusses, Bill Cassidy, detaillierte Informationen unter anderem zu Produktionsbedingungen, Verschreibungspraxis und Sicherheitsmaßnahmen von den Pharmaunternehmen Danco Laboratories, GenBioPro und Evita Solutions.
Kritik gibt es zudem am zunehmenden Onlinevertrieb der Pille. Republikanische Politiker werfen der US-Arzneimittelbehörde FDA vor, in den vergangenen Jahren den Zugang zu stark erleichtert zu haben, und drängen auf strengere Regulierungen sowie eine erneute Prüfung der Sicherheitslage.
Die Initiative ist Teil des anhaltenden politischen Konflikts um den Umgang mit Abtreibung in den USA.
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