Feministin übt scharfe Kritik an legaler Spätabtreibung in Massachusetts

„Eine wirklich fortschrittliche und feministische Gesellschaft huldigt der Mutterschaft“

14.08.2026

Regula Stämpfli_Protest_Boston
Abtreibungsproteste in Boston im Jahr 1995. Nun ist dort die Abtreibung bis zur Geburt legal – scharfe Kritik kommt von der Schweizer Feministin Regula Stämpfli (r.). Copyright by links: IMAGO / ZUMA Press Wire, rechts: IMAGO / Ex-Press links: IMAGO / ZUMA Press Wire, rechts: IMAGO / Ex-Press

Am 10. August unterzeichnete die demokratische Gouverneurin Maura Healey für den US-Bundesstaat Massachusetts ein Gesetz mit weitreichenden Folgen: Eine feste zeitliche Obergrenze für Abtreibungen gibt es damit nicht mehr – nach ärztlicher Beurteilung sind sie nun bis kurz vor der Geburt möglich.

Kritik kommt von konservativen Lebensschützern, aber auch von Feministinnen wie Regula Stämpfli, Historikerin und Politikwissenschaftlerin. Für sie ist das neue Gesetz „der Triumph der biopolitischen Logik, den Menschen zur ökonomischen Verfügungsmasse zu erklären“. Corrigenda berichtet.

Stämpfli ist Feministin, progressiv und pro-life. Warum?
 

„Ich stehe in einer langen Tradition von Frauen, die sich weigern, Schwangerschaft, Mutterschaft und Kinder den Mächtigen zu überlassen. Früher waren dies die Adeligen, heute ist es eine neue technokratische Elite und eine Gesundheitsindustrie, deren Optimierungszwang in vielen Fällen zu einem regelrechten Totenkult mutiert ist. Eine wirklich fortschrittliche und feministische Gesellschaft huldigt der Mutterschaft und behandelt sie nicht als Optimierungs- und Störfall.“
 

Den vollständigen Artikel finden Sie auf corrigenda.online.

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