Erbprinz von Liechtenstein lehnt Legalisierung von Abtreibung ab
Liechtenstein
Das Fürstenhaus von Liechtenstein hat laut einem Artikel in der Tageszeitung Liechtensteiner Vaterland seine Ablehnung gegenüber der aktuellen Initiative zur Legalisierung von Abtreibungen bestätigt. Erbprinz Alois von und zu Liechtenstein betonte, dass er der Legalisierung von Abtreibungen im Fürstentum nicht zustimme.
Die Volksinitiative sieht vor, Schwangerschaftsabbrüche innerhalb einer bestimmten Frist zu legalisieren. Der Thronfolger reagierte skeptisch auf die Initiative, weil sie den Schutz des ungeborenen Lebens nicht ausreichend garantiert.
Ob der Erbprinz im Fall einer Annahme der Initiative sein verfassungsmäßiges Veto einlegen würde, ließ das Fürstenhaus bislang offen. Die Verfassung räumt dem Landesfürsten beziehungsweise seinem Stellvertreter das Recht ein, Gesetze nicht zu sanktionieren.
Die Debatte knüpft an die Volksabstimmung von 2011 an, bei der eine vergleichbare Vorlage abgelehnt wurde. Bereits damals hatte der Erbprinz deutlich gemacht, dass er den Schutz des ungeborenen Lebens als vorrangig erachtet.
Mehr zu diesem Thema
-
Abstimmung im Oberhaus erlaubt Selbstabtreibung bis zur Geburt
Ein weitgehend verschwiegener Skandal
Weiterlesen über Abstimmung im Oberhaus erlaubt Selbstabtreibung bis zur Geburt
-
Sozialgelder für Abtreibungsreisen
Kritik an EU-Beschluss
Weiterlesen über Sozialgelder für Abtreibungsreisen
-
„My Voice, My Choice“: EU-Parlament stimmt mehrheitlich für Abtreibungsinitiative
EU finanziert Abtreibung
Weiterlesen über „My Voice, My Choice“: EU-Parlament stimmt mehrheitlich für Abtreibungsinitiative
Hinterlassen Sie Ihre Meinung
Kommentare (7)
Gotteshife mittels des Rosenkranzgebetes
Ich gratuliere dem Erbprinzen zu seiner gottesfürchtigen mutigen Ankündigung.
Gi. L.
Ein herzliches Dankeschön nach Liechtenstein, well done Sir!
Ich glaube, in den Niederlanden stand man auch vor einer kompletten Legalisierung der Abtreibung, aber christliche Gruppen und Verbände haben sich mächtig in's Zeug gelegt und konnten es abwenden.
Das lässt hoffen, denke ich.