3.000 Menschen demonstrieren beim „Marsch für das Leben“ in Wien

„Wir brauchen alle Menschen“

21.10.2026

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Anfang Oktober versammelten sich rund 3.000 Menschen auf dem Wiener Karlsplatz, um für die Würde und den Schutz des menschlichen Lebens zu demonstrieren. Das berichten der Veranstalter Marsch für das Leben in einer Pressemitteilung sowie die Nachrichtenagentur Kathpress. Unter dem Motto „Österreich für das Leben“ setzten Teilnehmer von jung bis alt ein Zeichen für den Schutz ungeborener Kinder, für mehr Unterstützung von Frauen und Familien sund gegen Euthanasie.

Geprägt war die Veranstaltung von den Redebeiträgen und Grußworten zahlreicher Persönlichkeiten, die sich mit den Anliegen des Marsches solidarisierten und den Teilnehmern ermutigende Worte mit auf den Weg gaben.

„Es gibt kein Menschenrecht auf Abtreibung“

Der Wiener Weihbischof Stephan Turnovszky betonte in seiner Ansprache, wie wichtig es sei, die Schwächsten der Gesellschaft zu schützen. Dabei verwies er insbesondere auf ältere Menschen und die Gefahren der Euthanasie. Ebenso eindringlich setzte er sich für den Schutz ungeborener Kinder ein: „Es gibt kein Menschenrecht auf Abtreibung. Das ist ein Widerspruch in sich!“

Zugleich warnte Turnovszky davor, „Menschen in nützlich und unnütz einzuteilen. Produktiv und unproduktiv“. Vielmehr brauche es jeden Menschen, unabhängig von Alter, Gesundheit oder Leistungsfähigkeit.

Kardinal Müller betont Religionsfreiheit

Auch der deutsche Kurienkardinal Gerhard Ludwig Müller wandte sich mit einer Videobotschaft an die Teilnehmer. Darin kritisierte er die Pläne der österreichischen Regierung, sogenannte „Bannmeilen“ rund um Abtreibungseinrichtungen einzuführen (1000plus berichtete). Diese könnten künftig auch das friedliche Gebet vor solchen Einrichtungen unterbinden und damit in die Religionsfreiheit eingreifen. Müller fand dazu deutliche Worte:

„[…] Und ich kann auch nur die Menschen, die in der Politik tätig sind, gerade in den Parteien, die sich auf das Christentum berufen oder es sogar im Namen führen, [aufrufen], sich nicht selber verführen zu lassen von diesen menschenfeindlichen Ideologien, sondern klar zur christlichen Position zu stehen und sie auch in der Politik umzusetzen:

Dass jedes Menschenleben unabhängig von seinem Lebensalter oder davon, ob jemand krank oder gesund ist, einen unbedingten Wert hat. Dass der einzelne Mensch vorgeht, der Bürger vor dem Staat steht. Der Staat hat dem Menschen zu dienen und darf sich nicht zum Instrument einer menschenfeindlichen Ideologie machen lassen.[…]“

Das vollständige Grußwort von Kardinal Gerhard Ludwig Müller ansehen:

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Auch Petra Plonner, Leiterin der Bürgerinitiative #fairändern, die sich unter anderem für eine bessere Unterstützung schwangerer Frauen einsetzt, hielt eine Ansprache. Ebenso richteten Barbara Seppi vom Wohn- und Hilfsprojekt Haus der guten Hoffnung, Guillaume de Thieulloy vom Pariser Marche pour la vie sowie die FPÖ-Nationalratsabgeordnete Ricarda Berger ihre Worte an die Teilnehmer. Auch die beiden ÖVP-Nationalratsabgeordneten Gudrun Kugler und Norbert Sieber waren auf dem Karlsplatz vertreten.

Mit einem eigenen Stand und mehreren Lifefluencern war zudem 1000plus Österreich vor Ort und warb erfolgreich für unser Rettungsbündnis. Durch die gemeinsame Verteilung von Infomaterial wollen wir sicherstellen, dass Frauen im Schwangerschaftskonflikt trotz der zunehmenden Verbreitung von KI-Inhalten weiterhin den Weg zur Beratung von Profemina finden.

Der anschließende Marsch verlief weitgehend störungsfrei. Für die Sprecherin des „Marsch fürs Leben“, Anna Soldo, ein deutliches Zeichen dafür, dass die Wiener lieber für den Schutz des Lebens auf die Straße gehen, als für Abtreibung zu demonstrieren.

Das Video zeigt die besondere Stimmung und die Freude der Teilnehmer beim diesjährigen „Marsch fürs Leben“ in Wien:

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