Arthur erhielt risikoreiche Bluttransfusion im Mutterleib

Ungeborenes mit 16 Wochen gerettet

28.04.2026

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Symbolbild: schwangere Frau im Krankenhaus Copyright by IMAGO / Westend61 IMAGO / Westend61

In Großbritannien hat der ungeborene Sohn von Maisie Ransom vermutlich als eines der jüngsten Kinder weltweit eine lebensrettende Bluttransfusion im Mutterleib erhalten. Der kleine Arthur infizierte sich über seine Mutter in der 16. Schwangerschaftswoche mit Parvovirose. Die Infektion führte zu schwerer Anämie, gefährlichen Flüssigkeitsansammlungen und Herzversagen im Mutterleib, wie LifeNews berichtet.

„Ohne dieses Blut hätte er es nicht geschafft“

Im Londoner St. George’s Hospital führten Ärzte eine intrauterine Transfusion durch. Dabei erhielt der ungeborene Junge konzentrierte rote Blutkörperchen, „um die Sauerstoffversorgung wiederherzustellen und die Resorption der Flüssigkeit um Herz und Organe zu ermöglichen“. Für den Eingriff wurde eine Nadel durch die Gebärmutter der Mutter in das ungeborene Kind eingeführt. Bei Arthur brachten die Ärzte das Blut unter Ultraschallkontrolle gezielt in seine Leber ein.

„Die Erfahrung war absolut furchterregend. Der Arzt sagte, es stünde 50 zu 50, ob er es schaffen würde oder nicht“, sagte Mutter Maisie Ransom. Später erklärte sie: „Ohne dieses Blut hätte er es nicht geschafft. Seine Organe versagten. Sein Herz war vollständig von Flüssigkeit umschlossen.“

Ein Zeichen für den Schutz ungeborener Babys

Arthur wurde im Januar 2025 geboren und entwickelt sich inzwischen gut. Seine Mutter beschreibt ihn als „einen wirklich fröhlichen kleinen Jungen, der alle Entwicklungsmeilensteine erreicht“. Sein Fall zeigt eindrücklich, welche medizinischen Möglichkeiten es bereits in einem sehr frühen Stadium der Schwangerschaft gibt – und wie schutzbedürftig ungeborene Kinder schon zu diesem Zeitpunkt sind. Für Deutschland weist das Statistische Bundesamt erschütternde Zahlen aus: Im Jahr 2024 wurden 2.450 Schwangerschaftsabbrüche zwischen der 12. und 21. vollendeten Schwangerschaftswoche gemeldet – ein Zeitraum, der auch Arthurs damaliges Entwicklungsstadium umfasst.

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Kommentare

Schön für Arthur und seine Eltern!

So einmalig-unerhört ist eine intrauterine Bluttransfusion aber nicht. Mein Neffe wurde schon 1997 vorgeburtlich im Mutterleib mehrfach transfundiert, weil seine Mutter eine zuvor unerkannte Rhesus-Sensibilisierung erfahren hatte und während der Schwangerschaft durch ihre Antikörper die Erythrozyten des Ungeborenen zerstörte. Auch mein Neffe litt wie Arthur unter Anämie, Blutarmut, und drohte schwere neurologische Schäden, Behinderung bis Tod, dadurch zu erleiden.

Heute ist er ein intelligenter, lebenstüchtiger 29jähriger Arzt.

 

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