Erbprinz von Liechtenstein lehnt Legalisierung von Abtreibung ab
Liechtenstein
Das Fürstenhaus von Liechtenstein hat laut einem Artikel in der Tageszeitung Liechtensteiner Vaterland seine Ablehnung gegenüber der aktuellen Initiative zur Legalisierung von Abtreibungen bestätigt. Erbprinz Alois von und zu Liechtenstein betonte, dass er der Legalisierung von Abtreibungen im Fürstentum nicht zustimme.
Die Volksinitiative sieht vor, Schwangerschaftsabbrüche innerhalb einer bestimmten Frist zu legalisieren. Der Thronfolger reagierte skeptisch auf die Initiative, weil sie den Schutz des ungeborenen Lebens nicht ausreichend garantiert.
Ob der Erbprinz im Fall einer Annahme der Initiative sein verfassungsmäßiges Veto einlegen würde, ließ das Fürstenhaus bislang offen. Die Verfassung räumt dem Landesfürsten beziehungsweise seinem Stellvertreter das Recht ein, Gesetze nicht zu sanktionieren.
Die Debatte knüpft an die Volksabstimmung von 2011 an, bei der eine vergleichbare Vorlage abgelehnt wurde. Bereits damals hatte der Erbprinz deutlich gemacht, dass er den Schutz des ungeborenen Lebens als vorrangig erachtet.
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