Erster Marsch für das Leben in Norwegen nach 40 Jahren
„Auftakt zu einem neuen Kapitel"
Erstmals seit rund 40 Jahren fand in Norwegen wieder ein großer Marsch für das Leben statt: Trotz Regen und Wind versammelten sich am Samstag etwa 1.000 Lebensrechtler in Oslo, um öffentlich für den Schutz ungeborener Kinder einzutreten, wie CNA berichtet. Nach einer Kundgebung zogen die Teilnehmer singend durch die Hauptstadt bis vor das Parlament. Transparente mit Botschaften wie „Eine Stimme für die Stimmlosen“ und „Entscheide dich für das Leben“ machten das Anliegen des Marsches deutlich.
Organisiert wurde die Veranstaltung von der Pro-Life-Organisation Velg Livet. Deren Leiterin Cecilie Marie Røinås erklärte, angesichts der jüngsten Ausweitung der norwegischen Abtreibungsgesetze sei es wichtig, „dass wir uns weiterhin für das ungeborene Leben einsetzen und nicht so tun, als sei die Diskussion beendet“. Besonders hoffnungsvoll sei die starke Beteiligung junger Menschen: „Die Tatsache, dass so viele junge Menschen beteiligt sind, zeigt, dass das Thema Abtreibung keine verlorene Sache ist.“
Auch Bischof Fredrik Hansen von Oslo wertete den Marsch als Zeichen eines wachsenden Engagements für die Würde des Lebens in Norwegen. Er betonte, viele Norweger seien „zutiefst einer Kultur des Lebens verpflichtet“ und wollten, dass ihre Stimmen gehört werden. Die katholische Pressereferentin Ragnhild Helena Aadland Høen hob die friedliche und konfessionsübergreifende Atmosphäre hervor: „Katholiken, Lutheraner, Pfingstler und Evangelikale standen Seite an Seite.“ Für sie fühlte sich der Marsch an „wie der Auftakt zu einem neuen Kapitel“.
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