Irland: Wo bleibt die Krisenreaktion auf 50.000 Abtreibungen?
Irische Bischöfe betrachten Abtreibungszahlen
Eine Woche vor dem Day for Life 2026 veröffentlichte die irische Bischofskonferenz ein Schreiben, das zentrale Fragen zum gesellschaftlichen Umgang mit Abtreibungszahlen aufwirft. Seit 2019 habe es in Irland über 50.000 Abtreibungen gegeben. Die katholischen Bischöfe fragen, warum dies wie bei der Coronapandemie keine vergleichbare Krisenreaktion in Form von Solidarität oder Hilfsbereitschaft ausgelöst habe.
Keine Ursachenforschung: Was bewegt Frauen im Schwangerschaftskonflikt?
Über 90 Prozent der Abtreibungen in Irland finden in den ersten zwölf Schwangerschaftswochen statt. Doch wer ergründe die Ursachen dafür, heißt es in dem Schreiben weiter. Und das, obwohl die Gesellschaft ansonsten unter der Last von Forschungsstatistiken zusammenzubrechen drohe. „Weder der Staat noch die Mainstream-Medien scheinen Interesse daran zu haben, zu erforschen, was Frauen zu einem Schwangerschaftsabbruch bewegt oder was danach mit ihnen geschieht.“
Die Bischöfe danken den wenigen Hilfsorganisationen, die Frauen in Schwangerschaftskonflikten begleiten und unterstützen. Die Krise spiele sich meist im Verborgenen ab. Ohne direkt beteiligt zu sein, könne man sich nur vorstellen, welche Einsamkeit, emotionale Belastung, wirtschaftliche Schwierigkeiten, häusliche Gewalt oder Suchtprobleme hinter der Entscheidung für eine Abtreibung stehen könnten. Denn, so betonen die Bischöfe, dass eine Mutter ihr Kind schützen wolle, sei das Natürlichste auf der Welt. Trauer und Bedauern, die so oft auf einen Schwangerschaftsabbruch folgten, könnten jahrelang anhalten.
Am 21. Juni beging die katholische Kirche in Irland den Day for Life. Dieses Jahr stand er unter dem Motto „The Wonder of the Child in the Womb“. Der Tag solle die irische Bevölkerung ermutigen, das Leben zu wählen.
Helfen Sie Schwangeren in Not und ihren Babys
Täglich stehen Frauen verzweifelt vor der Entscheidung: Abtreibung oder Baby? Stellen Sie sich an die Seite dieser Frauen und helfen Sie ihnen, sich für ihre Babys zu entscheiden.
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