Essener Chefarzt spricht sich gegen Abtreibung aus

„Ich könnte nicht damit leben“

21.05.2026

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Prof. Dr. Rainer Kimmig Copyright by IMAGO / Funke Foto Services IMAGO / Funke Foto Services

Keine religiösen Motive, aber eine klare ethische Position hat Professor Rainer Kimmig, Direktor der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe am Universitätsklinikum Essen: Er lehnt Schwangerschaftsabbrüche ebenso ab wie Sterbehilfe. Beides könne er aus Gewissensgründen nicht durchführen, wie der WDR unter Berufung auf ein Interview mit der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung berichtet.

Das Universitätsklinikum akzeptiert Kimmigs Haltung und verweist auf die rechtliche Lage: Öffentliche Krankenhäuser sind nicht grundsätzlich verpflichtet, Schwangerschaftsabbrüche durchzuführen. Dennoch wurden feministische Gegenstimmen laut und protestierten gegen Kimmigs Meinungsäußerung, um nach seinem Ruhestand in diesem Jahr einen Kurswechsel zu provozieren. Nach Kimmigs Ausscheiden will das Universitätsklinikum nun Schwangerschaftsabbrüche anbieten.

25 Jahre Tätigkeit für Frauen und Kinder

Nach 25 Jahren am Essener Universitätsklinikum hat Chefarzt Rainer Kimmig täglich Erfahrungen mit Frauen gesammelt und sie im Geburtsprozess, dem wundervollen Beginn neuen Lebens, begleitet. „Ich bin jeden Morgen im Kreißsaal“, betont bereits die Überschrift des WAZ-Interviews. Was Schwangerschaftsabbrüche konkret betrifft, sagt Kimmig offen: „Ich könnte nicht damit leben, das auch nur einmal gemacht zu haben.“

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