Theos Kampf um sein ungeborenes Kind

Nach der Abtreibung litt er jahrelang

27.04.2026

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Trauernder Mann Copyright by pexels pexels

Im Schwangerschaftskonflikt steht meist die Frau im Mittelpunkt. Doch was ist mit den Männern, die sich auf ihre Vaterrolle freuen? Die ebenfalls ein Kind verlieren – auch wenn sie es nicht selbst austragen? Dass Männer vor der Geburt rechtlich kaum Mitspracherecht haben, musste Theo Purington aus den USA schmerzhaft erfahren. 

Der damals 21-Jährige schildert gegenüber Live Action News, dass eine Schwangerschaft für ihn und seine Freundin nie ein Thema gewesen sei. Als sie schwanger wurde, war Theo voller Vorfreude auf die Vaterschaft. Seine Freundin besuchte zu diesem Zeitpunkt eine katholische Hochschule. Die Schulärztin riet ihr jedoch zu einer Abtreibung.

Ein Herzschlag beim Ultraschall

Theo vereinbarte einen Termin in einem Schwangerschaftsberatungszentrum. Dort sahen beide den Herzschlag ihres Kindes – für Theo ein überwältigender Moment. Seine Freundin aber blieb bei ihrem Entschluss, die Abtreibung vornehmen zu lassen. Theo versuchte, sie umzustimmen. Verzweifelt rief er schließlich in der Abtreibungsklinik an und fragte nach seinen Rechten. Die Antwort traf ihn hart: „Mir wurde gesagt, ich hätte keinerlei Rechte.“ Erst nach der Geburt seines Kindes hätte er als Vater ein Mitspracherecht, erfuhr er nach weiteren Telefonaten. Eine Woche vor dem Abbruch verabschiedete sich Theo von seinem Kind. „Ich küsste den Bauch meiner Freundin und sagte meinem Kind: ‚Papa wird dich eines Tages im Himmel wiedersehen.‘ Ich war untröstlich.“

Aus Trauer wurde eine Mission

Nach der Abtreibung litt Theo jahrelang unter dem Verlust seines Kindes. Zeitweise versuchte er, seinen Schmerz mit Alkohol und Drogen zu betäuben. Mithilfe seines Glaubens und seiner christlichen Gemeinde fand er schließlich einen Weg aus dieser schweren Zeit.

Später begann er, sich im Lebensschutz zu engagieren und Männer wie Frauen zu begleiten, die unter den Folgen einer Abtreibung litten. Theo ist überzeugt, dass auch Männer in Schwangerschaftskonflikten eine Stimme haben und mit ihrem Schmerz ernst genommen werden sollten. „Man weiß nie, wann man etwas bewirken und jemanden umstimmen kann.“

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